Schwimmen EM
DSV-Team um Warnecke backt bei EM kleine Brötchen

Die deutschen Schwimmer um Mark Warnecke haben bei den heute beginnenden Kurzbahn-Europameisterschaften eher bescheidene Ziele. "Das Ziel heißt erstmal Finale", erklärte der Sportdirektor des DSV-Teams, Ralf Beckmann.

Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften, die von heute an bis Sonntag im italienischen Triest veranstaltet werden, wollen sich die deutschen Schwimmer nur noch auf den Sport konzentrieren und die Aufregung um die gescheiterten Vertragsverhandlungen mit Sportdirektor Ralf Beckmann vergessen machen. "Das Thema darf keinen mehr beschäftigen. Die EM ist ein weiterer Schritt in Richtung Olympische Spiele in Peking 2008", sagte Beckmann.

Für den Ende Februar aus dem Amt scheidenden Wuppertaler sind es die letzten großen Meisterschaften auf internationaler Ebene, für viele andere im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) soll Triest dagegen Startschuss für eine erfolgreiche Karriere sein. Schließlich fehlt in Italien gleich ein Dutzend etablierter DSV-Athleten, darunter die vierfache WM-Medaillengewinnerin und Titelverteidigerin Antje Buschschulte (Magdeburg).

Warnecke ist angeschlagen

Stark angeschlagen ist auch Weltmeister Mark Warnecke. "Er wird anreisen, und wir versuchen auch, ihn zum Einsatz zu bringen. Aber das ist alles andere als klar", meint Beckmann. Der 35 Jahre alte Warnecke leidet seit seinem Titelgewinn bei der DM in Essen über 50m Brust Ende November an einer starken Erkältung und musste mit dem Training aussetzen.

So scheint der erneute Topplatz im Medaillenspiegel für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) wie in den vergangenen vier Jahren kaum möglich und die neun Goldmedaillen von Wien 2004 unerreichbar. Das Ziel heißt erstmal Finale, dann "wollen wir natürlich auch in die Medaillentöpfe greifen. Da können alle Farben dabei sein", sagt Beckmann.

Rupprath mit Mammutprogramm

Die größten Hoffnungen ruhen wie so oft auf dem dreifachen Titelverteidiger Thomas Rupprath (Hannover). Der zeigte sich nach der verpatzen Langbahn-WM im Sommer in Montreal bei den nationalen Titelkämpfen mit fünfmal Gold in Medaillenform. In Triest plant der 28-Jährige wieder ein Mammutprogramm mit Starts über seine Wiener Goldstrecken 100m Schmetterling und 50 und 100m Rücken sowie 50m Schmetterling und 100m Lagen. Ebenfalls auf Gold hofft Anne Poleska. Die Olympia-Dritte von Athen will ihren Titel über 200m Brust trotz des Stresses bei den letzten Studiumsprüfungen in den vergangenen Wochen unbedingt verteidigen.

Zu den jungen DSV-Assen, die eigentlich erstmal zum Schnuppern nach Triest reisen, gehören der 19-Jährige Paul Biedermann und der ein Jahr jüngere Junioren-Europameister Steffen Deibler, die die Freistil-Titel in Essen mit teilweise starken Zeiten unter sich ausmachten. Deibler startet über 50 und 100m, Biedermann über 200, 400 und 1500m.

Dabei bleibt Deibler über die 100m Kraul immerhin ein Duell mit Olympiasieger Pieter van den Hoogenband (Niederlande) erspart, der nach seiner Bandscheibenoperation noch an seinem Comeback arbeitet. Bei den Frauen könnte Laure Manaudou zum großen Star der Titelkämpfe werden. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin aus Frankreich, die sich am Wochenende den Europarekord über 400m Freistil holte, geht über die beiden langen Freistilstrecken sowie 50 und 100m Rücken als Favoritin ins Becken.

© SID

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