Schwimmen EM
Einzel-Gold und Staffel-Silber für Steffen

Am Abschlusstag der Schwimm-Europameisterschaften in Budapest hat sich Britta Steffen nach ihrem Einzel-Gold mit einem fulminanten Schlussspurt in der 4x100m-Lagenstaffel noch mit Silber belohnt.

Zum Abschluss einer glorreichen Woche hat sich Deutschlands neuer Schwimm-Star Britta Steffen mit einer Gala-Vorstellung von Budapest verabschiedet. Die Senkrechtstarterin aus Berlin holte sich am Abschlusstag EM-Gold Nummer vier über 50m Freistil in deutscher Rekordzeit sowie Silber mit der Lagenstaffel. "Auch wenn es mit der Staffel ganz knapp nicht zum Titel gereicht hat: Was ich hier erlebt habe, ist phantastisch", sagte das "Goldlöckchen" ergriffen.

Bei ihrem Sieg über 50m Freistil stellte Steffen in 24,72 Sekunden die fünf Jahre alte nationale Bestmarke von Sandra Völker ein. Für den Höhepunkt sorgte Frankreichs Schwimm-Star Laure Manaudou, die über 400m Freistil in 4:02,13 Minuten ihren eigenen Weltrekord um neun Zehntel verbesserte und sich wie Steffen ihr viertes Gold sicherte.

Gleich zu Beginn zündete Steffen über die Sprintstrecke ihren gefürchteten Turbo und verwies die entthronte Titelverterteidigerin Therese Alshammar aus Schweden (24,87) sowie die Niederländerin Marleen Veldhuis (24,89) auf die Plätze zwei und drei. "Der Start war schlecht, aber auf den letzten Metern habe ich es noch geschafft", erklärte die 22-Jährige, die über die doppelte Distanz Weltrekord geschwommen war: "Wenn es läuft, dann hat man das nötige Quäntchen Glück."

Aufholjagd in der Staffel

Nur eine Stunde später verpasste Steffen ihr fünftes Gold als Schluss-Schwimmerin der 4x100m-Lagenstaffel trotz einer famosen Aufholjagd hauchdünn. In 4:02,35 Minuten musste sich das DSV-Quartett mit Antje Buschschulte (Magdeburg), Sarah Poewe (Wuppertal), Annika Mehlhorn (Baunatal) und Steffen um elf Hundertstel den Britinnen geschlagen geben.

Die Männer-Staffel blieb hingegen ohne Medaille. Das DSV-Team mit Helge Meeuw (Wiesbaden), Johannes Neumann (Riesa), Benjamin Starke (Cottbus) und Marco Di Carli (Frankfurt) schwamm in 3:39,33 Minuten auf Platz sieben. Die Russen zogen mit ihrem Sieg (3:34,96) im Medaillenspiegel in der letzten Disziplin noch an Deutschland vorbei.

Knapp an einer Medaille vorbei schwamm Janne Schäfer als Vierte über 50m Brust. In 32,05 Sekunden lag die Wolfsburgerin eine Zehntel hinter der drittplatzierten Lokalmatadorin Agnes Kovacs. Gold holte sich die Russin Elena Bogomazowa (31,69) vor der Britin Kate Haywood (31,71).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%