Schwimmen EM
Frauen-Lagenstaffel krallt sich Silber

Die deutsche Lagenstaffel der Frauen hat mit Silber die fünfte DSV-Medaille gewonnen. Nikolai Skwortsow sicherte sich über 200m Schmetterling einen von drei Weltrekorden des Tages.

Die Frauen-Lagenstaffel hat bei der Kurzbahn-EM ohne Olympiasiegerin Britta Steffen zwar Titel und Europarekord verloren, dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) mit Silber aber die fünfte Medaille in Rijeka beschert. Unterschiedlich lief es für die beiden "Protestschwimmer": Helge Meeuw zog über 100m Rücken als Vierter in den Endlauf ein, Thomas Rupprath scheiterte als Zwölfter im Halbfinale über 100m Lagen - beide diesmal mit normaler Wettkampfbekleidung.

Für den 100. Weltrekord auf der Kurz- und Langbahn in diesem Jahr sorgte der Franzose Amaury Leveaux bei seiner erneuten Gala in 44,94 Sekunden über 100m Freistil. Weltrekorde gab es auch durch den Russen Nikolai Skwortsow über 200m Schmetterling (1:50,60) und die Lokalmatadorin Sanja Jovanovic über 50m Rücken (26,23).

Das DSV-Quartett mit Daniela Samulski (Essen), Janne Schäfer (Heidelberg), Lena Kalla (Würzburg) und Petra Dallmann (Heidelberg) musste sich über 4x50m Lagen in 1:46,84 Minuten nur der Staffel aus den Niederlanden geschlagen geben, die den Weltrekord von Australien (1:45,73) einstellte. "Wir haben alle zusammen gekämpft und freuen uns", meinte Schluss-Schwimmerin Dallmann.

"Protestschwimmer" Meeuw hat Medaille im Visier

Meeuw wahrte über 100m Rücken die Chance auf eine Medaille. Der Frankfurter zog beim Europarekord des Spaniers Aschwin Wildeboer (49,66) in 51,26 Sekunden in den Endlauf am Sonntag ein.

DSV-Präsidentin Christa Thiel begrüßte unterdessen die Aktion von Meeuw und Rupprath am Freitag, als beide in knapper Badehose gegen das Wettrüsten bei den Schwimmanzügen protestiert hatten. "Damit haben sie mal einen Kontrapunkt gesetzt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Ich finde das gar nicht schlimm", sagte Thiel dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Wir brauchen klare Regulierungen und Überprüfbarkeit."

Achtbar zog sich der Wahl-Hamburger Steffen Deibler mit Platz sieben über 100m Freistil (47,43) bei der erneuten Rekord-Show von Leveaux aus der Affäre. Die neue Generation zahlte hingegen einmal mehr Lehrgeld. Gleich sechs DSV-Starter schieden in den Vorläufen aus.

© SID

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