Schwimmen EM
Goldener Tag für DSV-Team

Angeführt von Weltmeister Paul Biedermann hat das DSV-Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Eindhoven gleich sechs Goldmedaillen gewonnen.

Paul Biedermann überzeugte mit Weltjahresbestzeit und Titelverteidigung "statt Knutschen", die Brüder Steffen und Markus Deibler sowie Yannick Lebherz, Dorothea Brandt und die Lagenstaffel der Männer legten nach: Mit sechs Titeln haben Deutschlands Schwimmer zum Auftakt der Kurzbahn-EM in Eindhoven für einen historischen Goldrausch gesorgt. Probleme hatte allerdings Biedermanns Freundin Britta Steffen, die über 100m Freistil als Halbfinalfünfte um eine Medaille am Freitag zittern muss.

Genugtuung für Biedermann

Biedermann spürte nach seinem Triumph Genugtuung. "Ich musste ja zuletzt häufiger lesen, dass ich eher durchs Knutschen statt durch schnelle Zeiten aufgefallen bin. Dieses Bild konnte ich revidieren", sagte der Doppel-Weltmeister.

An der Stätte, an der Biedermann bei der EM 2008 auf der Langbahn seinen ersten internationalen Titel gewonnen hatte, zündete der 24-Jährige aus Halle/Saale auf den letzten zwei Bahnen seinen Turbo und distanzierte in 3:39,51 Minuten den Italiener Federico Colbertaldo (3:41,70) noch sicher. Dass Frankreichs Newcomer Yannick Agnel nicht am Start war, störte Biedermann nicht: "Der Yannick wird jetzt bestimmt sofort ins Wasser springen und trainieren", sagte Biedermann über Agnel, gegen den er bei der Langbahn-EM im Sommer in Budapest eine empfindliche Niederlage erlitten hatte.

"Am Ende wird auf der Langbahn abgerechnet."

Platz fünf im Halbfinale von Freundin Britta Steffen verfolgte Biedermann auf der Tribüne. "Britta ist in der Realität angekommen. Aber dass sie im Moment nicht ganz vorne mitschwimmen kann, ist für sie nur Ansporn", sagte Biedermann: "Am Ende wird auf der Langbahn abgerechnet." In 53,70 Sekunden lag Steffen 1,74 Sekunden hinter der Halbfinalschnellsten Ranomi Kromowidjojo (Niederlande) und musste auch Daniela Schreiber auf Rang drei (53,39) vor sich dulden.

Deibler-Brüder im Glück

Steffen und Markus Deibler schwelgten im Brüder-Glück. Der 20 Jahre alte Markus gewann über 200 m Lagen in 1:53,25 Minuten mit deutschem Rekord und europäischer Bestzeit, der drei Jahre ältere Steffen legte über 50m Freistil mit seinem Coup in 20,98 Sekunden nach. Zusammen führte das Duo schließlich die Lagenstaffel mit Stefan Herbst und Hendrik Feldwehr zum Sieg (1:33,40).

Grund zur Freude hatte auch Brandt. Die Neuköllnerin, die vor zwei Wochen bei den deutschen Meisterschaften in Wuppertal wegen einer Erkältung gefehlt hatte, gewann über 50m Brust in 30,40 Sekunden. Völlig überrascht war Lebherz nach seinem Coup über 200m Rücken. "Ich weiß selbst nicht, wie das passieren konnte", sagte der Darmstädter, der in 1:51,74 Minuten mehr als eine Sekunde unter seiner Bestzeit blieb.

Steffen Deibler kann am Freitag auf den nächsten Triumph hoffen. Über 100m Schmetterling qualifizierte sich der Hamburger als Schnellster (51,30) zeitgleich mit dem Niederländer Joeri Verlinden für den Endlauf. Überzeugen konnte auch Benjamin Starke an seinem 24. Geburtstag mit der drittschnellsten Halbfinalzeit (51,39).

Im Doppelpack zogen über 100m Brust auch der Essener Feldwehr als Zweiter (58,86) und Lebherz-Teamkollege Marko Koch als Fünfter (58,86) ins Finale ein. Theresa Michalak (Halle/Saale) verpasste über 200m Lagen als Vierte (2:10,41) eine Medaille um 19 Hundertstelsekunden.

© SID

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