Schwimmen EM
Jan Wolfgarten holt Silber vor Thomas Lurz

Langstreckenschwimmer Thomas Lurz verpasste als Dritter bei der EM in Dubrovnik knapp die Titelverteidigung über 5km. Spyridon Gianniotis holte Gold vor Jan Wolfgarten.

Thomas Lurz verpasste als Dritter die erneute Titelverteidigung, doch mit Jan Wolfgarten hat sich bei der EM der Langstreckenschwimmer in Dubrovnik sein "Ziehsohn" in Position gebracht. Wolfgarten holte bei seiner internationalen Freiwasser-Premiere Silber über 5km. Britta Kamrau-Corestein wurde einen Tag nach ihrem zweiten Platz indes über die olympische 10-km-Distanz im wahrsten Sinne des Wortes "verprügelt" und blieb als 14. ohne Chance.

Wolfgarten musste nach 53:55,7 Minuten im alten Hafen der Adriastadt zwar den Griechen Spyridon Gianniotis (52:57,2) vor sich dulden, konnte sich nach seiner erfolgreichen Umschulung vom Becken auf die Langstrecke aber als Gewinner fühlen. Dabei haderte der Teamkollege von Lurz noch mit den Bedingungen. "Der zweite Teil war wie ein Blindflug. Durch die tiefstehende Sonne habe ich kaum etwas gesehen", meinte der Würzburger.

Ein Dankeschön richtete Wolfgarten an Lurz. "Ich profitiere sehr von ihm. Er gibt mir wertvolle Tipps", sagte Wolfgarten.

Lurz holt Bronze

Lurz musste sich einen Tag nach Gold über 10km mit Platz drei begnügen (54:04,3). "Das Rennen vom Dienstag hat mir noch in den Knochen gesteckt", erklärte Lurz. Das galt auch für den Leipziger Toni Franz, der nach Bronze über 10km diesmal Rang fünf belegte (54:11,9).

Für Lurz gehört Wolfgarten nun zu den großen Hoffnungsträgern mit Blick auf Olympia 2012 in London. "Jan gehört die Zukunft", sagte Lurz. Im Gegensatz zum Verfolgungsrennen muss sich Wolfgarten aber dann auch im "Getümmel" gegen die Konkurrenz behaupten.

Kamrau-Cornstein nur auf Rang 14

Wie schwierig das ist, erfuhr einmal mehr Kamrau-Corestein. "Mir ist dreimal die Brille abgeschlagen worden. Dadurch bin ich immer wieder zurückgefallen. Das hat viel Energie gekostet. So etwas kann man nicht aufholen. Am Ende war ich platt", sagte die Rostockerin frustriert.

Im Ziel hatte Kamrau, die sich nicht für Peking qualifiziert hatte, 44,3 Sekunden Rückstand auf Olympia-Siegerin Larisa Ilschenko aus Russland (2:00:30,9 Stunden). Silber und Bronze sicherten sich die Italienerinnen Martina Grimaldi (2:00:31,4) und Alice Franco (2:00:32,2).

Nadine Pastor aus Mainz unterstrich als Sechste (2:00:36,1) einen Tag nach Rang fünf über 5km ihre gute Form. Cathleen Rund aus Wiesbaden (2:08:20,4) landete auf Platz 22. Die Olympia-Vierte Angela Maurer (Mainz) hatte auf eine Titelverteidigung verzichtet.

© SID

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