Schwimmen EM
Kamrau-Corestein bei EM nur auf Rang fünf

Bei der Schwimm-EM in Budapest ist die erste deutsche Medaillenhoffnung baden gegangen. Über 5km kam Titelverteidigerin Britta Kamrau-Corestein nicht über Rang fünf hinaus. Der Sieg ging an Ekaterina Selwerstowa (RUS).

Der Auftakt bei der Schwimm-EM in Budapest verlief für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) nicht gerade vielversprechend. Langstreckenschwimmerin Britta Kamrau hat zum Auftakt in Ungarn die erfolgreiche Titelverteidigung verpasst. Die 27 Jahre alte Rostockerin musste sich über 5km im Plattensee mit Platz fünf begnügen.

Neue Europameisterin ist die Russin Ekaterina Selwerstowa. Zweite wurde die Französin Cathy Dietrich. Platz drei teilten sich Weltmeisterin Larisa Ilchenko (Russland) und Jana Pechanova (Tschechien). Johanna Manz (Mainz) belegte als zweite deutsche Starterin Rang 14.

"Bin gezogen worden"

Nach dem Rennen platzte der ganze Frust aus der entthronten Langstreckenkönigin Britta Kamrau-Corestein heraus. "Ich habe die ganze Zeit in der Spitze gelegen, doch beim Schlussspurt bin ich von hinten gezogen worden", schimpfte die 27 Jahre alte Rostockerin mit Wut im Bauch und Tränen in den Augen.

Beim Hauen und Stechen in einem dramatischen Finale fühlte sich Kamrau-Corestein um Edelmetall betrogen. "Am Ende ging es wieder drunter und drüber, und schon vorher hatten uns einige Begleitboote durch die Wellen behindert", bemängelte die Jurastudentin.

Kamrau-Corestein, die vor zwei Jahren bei der EM in Madrid dreimal Gold gewonnen hatte, bleibt nun nur noch eine Titel-Chance zum Abschluss der Langstrecken-Wettbewerbe am Sonntag über 25km. Über die künftig olympische 10-km-Distanz am Donnerstag ist die Blondine auf Grund ihrer Disqualifikation bei den Deutschen Meisterschaften nicht startberechtigt. Beim Rennen in Erfurt wurde ihr unsportliches Verhalten vorgeworfen, diesmal war sie die Leidtragende.

Mit etwas Abstand zeigte sich Kamrau-Corestein, die im 25 Grad warmen Plattensee das Tempo stets mitbestimmt hatte, aber wieder kämpferisch. "Natürlich werde ich über die 25 km wieder angreifen. Ich denke sowieso, dass ich auf der Marathonstrecke bessere Chancen habe", meinte Deutschlands erfolgreichste Langstrecklerin: "Es war klar, dass gerade die fünf Kilometer auch ein bisschen Glückssache sind. Dieses Glück hat mir diesmal gefehlt."

© SID

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