Schwimmen EM
Lichtblick Biedermann verpasst Groß-Rekord knapp

Paul Biedermann hat bei der EM als Schnellster im Vorlauf für den ersten Lichtblick bei den deutschen Schwimmern gesorgt und den 200-m-Rekord von Michael Groß nur knapp verpasst.

Kurzbahn-Vizeeuropameister Paul Biedermann hat als erster Lichtblick bei der EM in Eindhoven für Optimismus bei den deutschen Schwimmern gesorgt. Der 21-Jährige aus Halle/Saale zog einen Tag nach seinem Vorlauf-Aus über 400-m-Freistil auf der halben Distanz in 1:47,57 Minuten als Schnellster ins Finale am Donnerstag ein und verpasste dabei den 24 Jahre alten deutschen Rekord von Michael Groß nur um 13 Hundertstel.

"Jetzt hoffe ich, dass ich im Finale noch einen drauf legen kann", meinte der Zivildienstleistende. Biedermanns Heimtrainer Frank Embacher hält den Rekord von Groß bei dessen Olympiasieg 1984 für fällig: "Lange Zeit spielten die 200m nur noch eine Prinzenrolle. Es wird Zeit, dass sie wieder eine deutsche Königsdisziplin werden." Der grippegeschwächte Titelverteidiger Pieter van den Hoogenband war beim Heim-Auftritt als 20. im Vorlauf gescheitert.

Veldhuis erhöht Druck auf Steffen

Unterdessen hat die Niederländerin Marleen Veldhuis den Druck auf die in Eindhoven abwesende deutsche Olympia-Goldhoffnung Britta Steffen mit einer starken Leistung über 100-m-Freistil noch einmal erhöht. Veldhuis unterstrich einen Tag nach dem Weltrekord mit der Staffel auch im Einzel über 100-m-Freistil ihre glänzende Form. Bei ihrer Bestzeit im Halbfinale blieb die Vizeweltmeisterin in 53,67 Sekunden 37 Hundertstel über dem Weltrekord von Steffen, die nach Schulterproblemen das Training zu Hause in Berlin dem letzten internationalen Härtetest vor Olympia im August in Peking vorzieht.

"Ich weiß, dass ich die Zeit von Britta drauf habe", meinte Veldhuis, die am Tag zuvor in 52,62 Sekunden bei fliegendem Staffelstart die schnellste Zeit einer Frau über 100-m-Freistil geschwommen war. Steffen zeigte sich "schwer beeindruckt", wertete den Schock-Effekt aber als zusätzliche Motivation für Olympia. "Vor der Leistung kann ich nur den Hut ziehen. Aber für mich ist das Ansporn. Jetzt freue ich mich noch mehr auf Peking", sagte Steffen.

Seinen zweiten Europarekord stellte der Serbe Milorad Cavic über 50-m-Schmetterling auf. In 23,11 Sekunden blieb Cavic 14 Hundertstel unter seiner Bestmarke aus dem Halbfinale am Dienstag. Ebenfalls mit Europarekord triumphierte der Norweger Alexander Dale Oen, der über 100-m-Brust in 59,76 Sekunden 18 Hundertstel schneller war als der Russe Roman Sludnow bei seiner sieben Jahre alten Bestmarke.

DSV-Wasserspringer bleiben erfolglos

Ohne Medaillen blieben die DSV-Wasserspringer. Der Rostocker Christian Löffler scheiterte vom 1-m-Brett mit 322,90 Punkten als Neunter im Halbfinale. Michel Anna aus Berlin (301,60) war auf Rang 18 bereits im Vorkampf ausgeschieden. Gold sicherte sich der Ukrainer Ilja Kwascha (454,65).

© SID

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