Schwimmen EM
Pietsch vergoldet EM-Medaillenregen des DSV

Janine Pietsch schwamm über 50m-Rücken zur Goldmedaille. Antje Buschschulte mit Bronze im selben Rennen und Annika Liebs mit 200m-Freistil-Silber setzten den weiteren Medaillenregen für den DSV fort.

Der Medaillenregen für den DSV bei der EM in Budapest hält weiter an. Janine Pietsch sorgte am Samstag sogar für goldenen Niederschlag. Die Modellathletin holte sich über ihre Weltrekordstrecke 50m-Rücken den ersten internationalen Titel auf der Langbahn. Während Liebs mit Silber über 200m-Freistil und Antje Buschschulte mit Bronze im Rückensprint für weitere Medaillen sorgten, verpasste Youngster Helge Meeuw über 200m-Rücken als Fünfter nicht nur Edelmetall, sondern verlor auch noch seinen Europarekord an den Russen Arkadi Wjatschanin.

Pietsch freute sich nach ihrem Triumph erst mit Verspätung. "Ich habe den Anschlag verpatzt, sonst hätte ich meinen eigenen Weltrekord verbessert", meinte die 24-Jährige aus Ingolstadt: "Erst habe ich gedacht: So ein Mist! Aber jetzt bin ich wirklich glücklich." In 28,36 Sekunden verwies Pietsch nach Bronze über die doppelte Distanz die Bulgarin Alexandra Herasimenia (28,72) und die 100-m-Zweite Buschschulte aus Magdeburg (28,73) auf die Plätze zwei und drei.

Otylia Jedrzejczak feiert grandioses Comeback

Beim mit Spannung erwarteten Duell über 200m-Freistil schlug Olympiasiegerin Otylia Jedrzejczak sowohl Annika Liebs als auch Frankreichs Star Laure Manaudou ein Schnippchen. Die Polin setzte sich in 1:57,25 Minuten gegen Liebs (1:57,48) und Manadou (1:58,38) durch und feierte neun Monate nach ihrem schweren Autounfall ein grandioses Comeback.

"Es war unglaublich hart. Aber ich bin mit dieser Medaille sehr zufrieden, zumal es für mich persönliche Bestzeit war", sagte Liebs. Die Würzburgerin konnte zwar nicht ganz an ihre Gala-Vorstellung vom Staffel-Weltrekord zwei Tage zuvor anknüpfen, sicherte sich aber ihr erstes internationales Edelmetall auf der Langbahn. Weiteres Gold hat Liebs ohnehin schon sicher - ihren Ehering. Am Donnerstag heiratet sie ihren Lebenspartner und Trainer Stefan Lurz.

Franziska van Almsick bangte um ihren Rekord

Eine Gewinnerin des Rennens war Franziska van Almsick, die auf der Tribüne um ihren Weltrekord gezittert hatte. "Natürlich war sie nervös. Sie hält seit zwölf Jahren den Weltrekord über diese Strecke, da möchte man den nicht so einfach hergeben", sagte Managerin Regine Eichhorn und gab einen Einblick in das Gefühlsleben von "FvA".

Meeuw war nach seinem Gold über 50m-Rücken diesmal ohne Chance. "Ich habe mein Heil in der Flucht gesucht, war aber einfach nicht schnell genug", erklärte der 21-Jährige aus Wiesbaden, der in 1:59,70 Minuten unter den Erwartungen blieb. Wjatschanin triumphierte nach 100m-Rücken nicht nur über die doppelte Distanz, sondern verbesserte in 1:55,44 zugleich den fünf Wochen alten Europarekord von Meeuw um neun Zehntel.

4x200m-Freistilstaffel verpasst Medaille

Auch die deutsche 4x200m-Freistilstaffel blieb ohne Medaille. Beim Gold der Italiener in Europarekordzeit von 7:09,60 Minuten schwamm das Quartett mit Paul Biedermann (Halle), Benjamin Starke (Cottbus), Jan Wolfgarten (Frankfurt) und Stefan Herbst (Leipzig) in 7:18,61 auf Platz sieben.

Der neue deutsche Schwimm-Star Britta Steffen wahrte die Chance auf einen weiteren Titel in Ungarn. Die 22 Jahre alte Berlinerin, die bereits mit zwei Staffel-Weltrekorden und einer Einzel-Weltbestzeit für Furore gesorgt hat, zog über 50m-Freistil in 24,89 Sekunden als Schnellste ins Finale ein. "Alles, was jetzt kommt, ist eine Zugabe", sagte Steffen, die zum Abschluss auch noch mit der Lagenstaffel auf Gold hoffen darf.

Über 50m-Brust qualifizierte sich Janne Schäfer (Wolfsburg) als Vierte (32,01) für das Finale. Die deutsche Meisterin Simone Weiler aus Heidelberg (32,23) blieb als Neunte ebenso auf der Strecke wie Annika Mehlhorn über 200m-Schmetterling (2:11,12).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%