Schwimmen EM
Rupprath und Poleska holen DSV-Gold

Anne Poleska hat bei den Kurzbahn-Europameisterschaften erfolgreich ihren Titel über 200-m-Brust verteidigt. Thomas Rupprath aus Hannover wurde in Triest innerhalb weniger Minuten gleich zweimal mit Gold dekoriert.

Doppelschlag für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV): Thomas Rupprath und Anne Poleska haben das Goldkonto der deutschen Schwimmer bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Triest auf fünf aufgestockt. Am zweiten Wettkampftag gewann Rupprath innerhalb weniger Minuten die Titel über 100 m Schmetterling und 50 m Rücken und ist damit auf dem besten Weg zu einem Dreifach-Triumph wie im vergangenen Jahr in Wien.

Die Olympia-Dritte Poleska holte Gold über 200 m Brust. Zum Auftakt am Donnerstag hatten bereits Janne Schäfer (Wolfsburg) über 50 m Brust und die Lagen-Staffel der Männer für das überraschend starke Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) triumphiert.

Bereits acht Rennen in den Knochen

Während die 25-jährige Poleska (Essen) in Triest lediglich über ihre Spezialstrecke startete, hat der drei Jahre ältere Rupprath (Hannover) bereits acht Rennen in den Knochen - und für drei weitere Einzelstarts gemeldet. "Wenn ich vorher nicht das Schmetterling-Rennen gehabt hätte, wäre über Rücken sogar der Weltrekord drin gewesen", meinte Rupprath. Dabei plagt sich der Doppel-Champion mit Schulterproblemen, die ihn nach eigener Aussage im Wasser aber nicht behindern.

In 50,55 Sekunden legte er über 100 m Schmetterling ebenso eine erstklassige Zeit hin wie in 23,57 über seine Weltrekordstrecke 50 m Rücken. Dort schlug Marco Di Carli (Sögel) in 23,94 als Zweiter an, wurde wegen eines Fehlstarts aber disqualifiziert.

Poleska trotzte der Müdigkeit

Poleska, die zuletzt wegen ihres Studienabschlusses zwischen ihrer Uni in Alabama und Europa hin- und hergeflogen war, trotzte der Müdigkeit. "Diesmal war es viel schwieriger zu gewinnen als letztes Jahr. Und die Zeit ist nicht besonders gut. Aber der Rest war noch langsamer, also ist das egal", meinte sie. In einem spannenden Rennen ließ Poleska in 2:23,06 Minuten Katarzyna Dulian (Polen/2:23,24) hinter sich.

Neben dem Erfolgsduo holten am Freitag auch Petra Dallmann (Heidelberg) und Janine Pietsch (Ingolstadt) sowie die Freistil-Staffel der Frauen Edelmetall. Dallmann gewann wie 2002 in Riesa Bronze über 100 m Freistil. Langbahn-Weltrekordlerin Pietsch wurde über 100 m Rücken ebenso Dritte wie Dorothea Brandt (Berlin),Daniela Samulski (Wuppertal), Dallmann und Daniela Götz (Erlangen) über 4x50 m Freistil. Dort schwamm Sieger Niederlande in 1:36,27 Minuten Weltrekord.

© SID

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