Schwimmen EM
Steffen holt EM-Titel in Weltrekordzeit

Staffel-Siegerin Britta Steffen hat bei der Schwimm-EM in Budapest für den nächsten Paukenschlag gesorgt. Die Berlinerin holte sich in der Weltrekordzeit von 53,30 Sekunden die Goldmedaille über 100m Freistil.

Zwei Tage nach ihrem Weltrekord mit der Staffel hat Britta Steffen bei der Schwimm-EM in Budapest auch über 100m Freistil eine Weltbestzeit aufgestellt. Die 22-Jährige aus Berlin triumphierte in 53,30 Sekunden und blieb dabei zwölf Hundertstel unter der bisherigen Bestmarke der Australierin Lisbeth Lenton vom 31. Januar dieses Jahres in Melbourne.

"Das ist einfach unglaublich. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich bin überglücklich, aber diese Tage muss ich erstmal in Ruhe verarbeiten", meinte Steffen mit Freudentränen in den Augen. Steffen fiel als erstes Örjan Madsen in die Arme. Der neue Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) hatte bereits vor dem Finale prognostiziert: "Britta hat alle Veranlagungen für eine absolute Weltklasse-Schwimmerin." Madsen sollte Recht behalten. Im Ziel hatte Steffen über eine Sekunde Vorsprung auf die Niederländerin Marleen Veldhuis (54,32). Bronze gewann die Griechin Nery-Madey Niangkouara (54,48).

Manaudo schwimmt Europarekord

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte die Französin Laure Manaudou, die über 800 m Freistil in 8:19,29 Minuten den 19 Jahre alten Europarekord der ehemaligen DDR-Schwimmerin Anke Möhring um 29 Hundertstel unterbot.

Paul Biedermann (Halle) verpasste in 1:48,99 Minuten über 200m Freistil bei der erfolgreichen Titelverteidigung des niederländischen Olympiasiegers Pieter van den Hoogenband (1:45,65) als Siebter eine Medaille. Ebenfalls Siebte wurde die Olympia-Fünfte Sarah Poewe aus Wuppertal (1:09,27) über 100m Brust.

Beste Medaillenchancen hat das deutsche "Doppel" Janine Pietsch und Antje Buschschulte über 100m Rücken. 50m-Weltrekordlerin Pietsch (Ingolstadt) zog in 1:01,34 Minuten als Schnellste in den Endlauf ein. Die Magdeburger Erfolgsgarantin Buschschulte folgte als Zweite (1:01,47) dichtauf und drängt nach ihrer Disqualifikation über 50m Schmetterling auf Wiedergutmachung.

Licht und Schatten gab es einmal mehr bei Helge Meeuw. Zunächst scheiterte der 21 Jahre alte Wiesbadener im Halbfinale über 200m Schmetterling in enttäuschenden 2:00,55 Minuten als Zwölfter. Im Anschluss qualifizierte sich der fünfmalige deutsche Meister einen Tag nach Platz sieben über 100m Rücken zumindest über die halbe Distanz in 25,46 Sekunden als Dritter für den Endlauf und kann sich weiter Hoffnung auf seine erste wichtige internationale Medaille machen.

Von weiterem Edelmetall darf Nicole Hetzer (Burghausen) träumen. Nach Silber über 400m Lagen qualifizierte sich die deutsche Meisterin über die 200m-Strecke als Vierte (2:14,60) für das Finale.

Thiesmann plädiert für die Halle

Unterdessen hat Bundestrainer Manfred Thiesmann nach den heftigen Gewittern und dem Abbruch des Finalabschnittes am Dienstag eine generelle Durchführung von internationalen Meisterschaften in der Halle gefordert. `In der Halle ist man vor solchen Unwägbarkeiten sicher. Außerdem drückt das schlechte Wetter auf das Gemüt und die Leistung der Athleten´, sagte Thiesmann.

© SID

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