Schwimmen EM
Steffen mit "Augen zu und durch" zum Weltrekord

Ihre Taktik "Augen zu und durch" hat Britta Steffen bei der Schwimm-EM nach dem Staffel-Triumph über 100m Freistil den zweiten Weltrekord gebracht. Die Berlinerin hätte "nicht gedacht, dass ich so etwas schaffen kann".

Ungläubig schaute Britta Steffen nach ihrem Sieg über 100m Freistil bei der EM in Budapest auf die Anzeigentafel. 53,30 Sekunden - Weltrekord. Im Interview spricht die Berlinerin über ihre Freude sowie Nah- und Fernziele.

Frage: "Britta Steffen, haben Sie nach der Weltbestzeit in der Staffel damit gerechnet, auch im Einzel über 100m Freistil Weltrekord schwimmen zu können?"

Britta Steffen: "Zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall. Nach der Staffel habe ich gedacht: Augen zu und schauen, was passiert. Dass es Weltrekord wurde, ist für mich jetzt noch unfassbar."

Frage: "Wie erklären Sie sich diese Leistungstteigerung?"

Steffen: "Ich bin bei Olympia 2000 und 2004 nur in den Staffeln gestartet. Das hatte mir definitiv nicht gereicht. Danach habe ich mich voll auf das Studium konzentriert. Dort habe ich gemerkt, dass ich es nochmal probieren will. Jetzt ist mein Kopf frei."

Frage: Es gibt einige Parallelen zu Franziska van Almsick, die bei der EM vor vier Jahren ebenfalls Weltrekord in der Staffel und im Einzel schwamm..."

Steffen: "Das Weltrekord-Rennen von Franzi habe ich selbst gesehen. Es hat mich wie wohl alle wirklich bewegt. Aber ich habe damals nicht gedacht, dass ich so etwas selbst schaffen kann."

Frage: "Wie sehen nun Ihre Ziele aus?"

Steffen: "Natürlich möchte ich bei der EM auch in meinen übrigen Rennen noch gut schwimmen. Aber das große Ziel ist natürlich Olympia 2008 in Peking. Da will ich mich mit den Besten messen. Da will ich ganz vorne mitmischen."

© SID

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