Schwimmen EM
Zwei Mal EM-Gold für DSV-Team

Bei der Kurzbahn-EM in Helsinki hat Deutschland die ersten beiden Goldmedaillen gewonnen. Janne Schäfer schwamm über 50m Brust in 30,43 Sekunden zum Sieg, die 4x50m-Lagenstaffel siegte in neuer Weltrekordzeit.

Gleich am ersten Tag gab es Edelmetall für die deutschen Schwimmer bei der Kurzbahn-EM in Helsinki. Einen Weltrekord legte dabei sogar die 4x50m-Lagenstaffel der Männer des Deutschen Schwimm-Verband (DSV) hin. Das DSV-Quartett triumphierte in der Besetzung Helge Meeuw (Frankfurt), Johannes Neumann (Riesa), Thomas Rupprath und Jens Schreiber (beide Hannover) in 1:34,06 Minuten und verbesserte die zwei Jahre alte eigene Bestmarke aus Dublin um exakt vier Zehntel. Silber sicherte sich Finnland (1:34,95). Bronze ging an Italien (1:35,20). "Wir hatten auf Gold gehofft, aber mit dieser Zeit nicht gerechnet", meinte Rupprath.

Zuvor hatte Janne Schäfer dem Team das erste Gold beschert. Die Wolfsburgerin triumphierte über 50m Brust in 30,43 Sekunden und verteidigte damit ihren Titel. Silber ging an die Britin Kate Haywood (30,88). Bronze holte sich die Russin Jelena Bogomazowa (30,98). Die Dortmunderin Sonja Schöber (31,81) belegte Rang acht. "Auf Grund meiner veränderten Technik fallen mir die 100m zwar jetzt leichter, aber da gehöre ich nicht zu den Siegkandidaten", meinte die für Wolfsburg startende Wahl-Engländerin.

Kein Edelmetall für Biedermann und Deibler

Helge Meeuw schwamm zudem zu Silber über 200m Rücken. Der 22 Jahre alte Frankfurter Meeuw musste sich in 1:53,45 Minuten nur dem überragenden Russen Arkadi Wijatschanin geschlagen geben, der in 1:49,98 Minuten 45 Hundertstel unter der ein Jahr alten europäischen Bestmarke des Österreichers Markus Rogan blieb. Bronze sicherte sich der Rumäne Razvan Florea (1:53,71).

Für eine Medaille wie im Vorjahr reichte es für Paul Biedermann (Halle/Saale) und Steffen Deibler (Biberach) hingegen diesmal nicht. Biedermann musste sich über 400m Freistil beim Sieg des Russen Juri Prilukow (3:39,02) in 3:43,24 Minuten mit Platz sechs begnügen. Deibler belegte beim Überraschungserfolg des Spaniers Eduard Lorente Ginesta (21,53) über 50m Freistil in 21,79 Sekunden auf Rang fünf.

Rupprath peilt dritten Titel an

Ebenfalls an Edelmetall vorbei schwamm Annika Mehlhorn als Fünfte in 2:08,19 Minuten über 200m Schmetterling. Dabei verlor die 23-Jährige aus Baunatal zugleich ihren Europarekord an die Polin Otylia Jedrzejczak, die in 2:04,94 Minuten 83 Hundertstel unter Mehlhorns sechs Jahre alter Bestmarke bei ihrem EM-Triumph in Valencia blieb.

Weiter vom Titel-Hattrick über 100m Schmetterling kann Rupprath träumen. Der 29-Jährige, der zuletzt einige Rückschläge verkraften musste, schwamm in 51,60 Sekunden die schnellste Halbfinalzeit.

© SID

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