Schwimmen International: Meeuw-Sieg rundet Olympia-Generalprobe des DSV ab

Schwimmen International
Meeuw-Sieg rundet Olympia-Generalprobe des DSV ab

Im "Wasser-Würfel" von Peking hat Helge Meeuw zum Abschluss der Olympia-Generalprobe die 200m Rücken gewonnen. Somit tritt der DSV die Heimreise mit acht Siegen im Gepäck an.

Generalprobe geglückt: Mit acht Siegen haben sich Deutschlands Schwimmer in Peking auf den olympischen Geschmack gebracht - auch wenn der sportliche Wert sich in Grenzen hielt. "Jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt, hier auf dem Podium zu stehen. Ich werde alles dafür tun, das im August zu wiederholen", erklärte Gold-Hoffnung Britta Steffen.

Den letzten Sieg für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) durch Helge Meeuw über 200m Rücken verfolgte Steffen zum Abschluss im neuen futuristischen "Wasser-Würfel" der chinesischen Hauptstadt als Fan auf der Tribüne. Zuvor hatte die 25 Jahre alte Berlinerin mit den Erfolgen über 50 und 100m Freistil sowie in der 4x100m-Freistilstaffel ihre olympischen Ansprüche eindrucksvoll untermauert.

"Dieser Test hat Mut gemacht"

"Natürlich weiß ich den Wert einzuordnen", meinte Steffen mit Blick auf das Fehlen der starken Konkurrenz aus den USA und Australien. "Aber dieser Test war trotzdem wertvoll. Er hat Mut gemacht und nochmal für zusätzliche Motivation gesorgt", erklärte die viermalige Europameisterin, die das erste Olympia-Gold seit Dagmar Hase 1992 in Barcelona gewinnen soll.

Zufrieden zeigte sich auch DSV-Sportdirektor Örjan Madsen. "Es war wichtig, dass sich die Athleten an die Bedingungen und die ungewohnten Endlaufzeiten am Vormittag gewöhnen", erklärte der Norweger: "Diese Umstellung ist vor allem Britta gut gelungen. Sie hat erneut bewiesen, dass sie sehr professionell und zuverlässig ist."

Drei Siege durch Meeuw

Neben Steffen konnte vor allem Helge Meeuw überzeugen. Der Europameister aus Frankfurt, der vor knapp einem Jahr bei der WM in Melbourne noch stark enttäuscht hatte, gewann zum Abschluss über 200m Rücken in 1:59,65 Minuten und feierte damit seinen dritten Erfolg im Aquatic-Center nach seinen Siegen über die halbe Distanz sowie mit der 4x100m-Lagenstaffel.

Mit insgesamt acht Siegen musste der DSV nur Gastgeber China (10) den Vortritt lassen. Erfolge verbuchten auch Paul Biedermann (Halle/Saale) über 200m Freistil und Vize-Weltmeisterin Annika Lurz über die ungewohnte doppelte Distanz.

Für die Würzburgerin Lurz, die sich über 200m Freistil noch mit Platz zwei begnügen musste, stand nach der Zwangspause wegen Rückenproblemen insbesondere die Wettkampfpraxis im Vordergrund. Das galt auch für Meeuws Lebensgefährtin Antje Buschschulte nach ihrer Schulter-Operation Ende des Jahres. Die Olympia-Dritte aus Magdeburg belegte nach Rang drei über 200m Rücken am letzten Wettkampftag über die halbe Strecke in 1:02,47 Minuten hinter der Chinesin Yanyan Chen (1:01,98) Platz zwei.

Viel Lob für neue Schwimmhalle

Zusätzliche Motivation zogen die DSV-Athleten aus der neuen Schwimmhalle in Peking. "Das ist grandios", meinte Steffen: "Wenn die Halle bei Olympia mit 17 000 Zuschauern gefüllt ist, dann wird das eine fantastische Atmosphäre. Ich freue mich schon jetzt darauf, hier wieder ins Wasser zu springen."

© SID

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