Schwimmen International
Olympiasiegerin muss Sozialarbeit leisten

Otylia Jedrejczak wurde zu der Ableistung von 270 Sozialstunden verurteilt. Die polnische Olympiasiegerin hatte im Jahre 2005 einen Autounfall verursacht, bei dem ihr Bruder ums Leben gekommen war.

Durch den Verlust ihres Bruders bei einem von ihr verursachten Verkehrs-Unfall wurde Otylia Jedrzejczak schon schmerzhaft bestraft. Doch auch die Justiz musste der polnischen Schwimm-Olympiasiegerin noch Sanktionen auferlegen. Jedrzejczak ist zu 270 Sozialstunden verurteilt wurden. Ein Bezirksgericht in Plonsk entschied, dass die Olympiasiegerin über 200-Meter-Schmetterling von Athen 2004 in den kommenden neun Monaten je 30 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten muss. Außerdem wird der 23-Jährigen für ein Jahr der Führerschein entzogen.

Damit blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die ein Jahr Haft gefordert hatte. Nach polnischem Recht wäre ein Strafe von bis zu acht Jahren Gefängnis möglich gewesen. Jedrzejczak war nicht vor Gericht erschienen, weil sie sich derzeit bei den Weltmeisterschaften in Melbourne aufhält, wo sie am kommenden Donnerstag zur Titelverteidigung über 200-m-Schmetterling antritt.

Waghalsiges Überholmanöver als Unfallursache

Jedrzejczak hatte am 1. Oktober 2005 bei einem waghalsigen Überholmanöver die Kontrolle über ihren PKW verloren, der daraufhin vor einen Baum prallte. Sie erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen am Kopf und an der Wirbelsäule. Ihr 19 Jahre alter Bruder war auf der Stelle tot.

Fünf Monate nach dem Unglück hatte Otylia Jedrzejczak im März 2006 bei einem Ländervergleich in Warschau ihr Comeback im Wasser gefeiert. Bei der Kurzbahn-EM in Helsinki im vergangenen Dezember schwamm Polens zweimalige Sportlerin des Jahres Europarekord über ihre Paradestrecke.

© SID

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