Schwimmen International
Phelps muss Niederlage bei Comeback einstecken

Aaron Peirsol hat Rekord-Olympiasieger Michael Phelps bei dessen Comeback die erste Niederlage zugefügt. Über 100m Rücken musste sich Phelps um sieben Hundertstel geschlagen geben.

Goldfisch Michael Phelps ist wieder in seinem Element, doch bei der Rückkehr ins Wasser gab es für den Schwimmstar Licht und Schatten. Beschützt von einem Leibwächter und verfolgt von Medien aus aller Welt verbuchte der Rekord-Olympiasieger bei seinem Comeback zwei Siege, musste aber auch die erste Niederlage seit einem Jahr hinnehmen.

"Ich hasse es zu verlieren. Ich bin noch nicht wieder in Topform. Ich habe noch einige Arbeit vor mir", sagte der 23 Jahre alte US-Boy. Für Phelps war es neun Monate nach dem achtfachen Goldtriumph bei Olympia in Peking und abgelaufener Sperre wegen seiner Wasserpfeifen-Affäre die Rückkehr ins Wettkampf-Becken.

Erste Niederlage seit einem Jahr

Zwar triumphierte Phelps in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina zunächst wie gewohnt über 200m Freistil (1:46,02 Minuten) und 100m Schmetterling (51,72 Sekunden). Doch über 100m Rücken musste er sich in 53,79 Sekunden um sieben Hundertstel seinem Landsmann Aaron Peirsol geschlagen geben.

Es war die erste Niederlage für Phelps seit dem 17. Mai 2008, als er über 200m Rücken in Santa Clara ebenfalls gegen Peirsol verloren hatte. Phelps-Trainer Bob Bowman zog aus der Niederlage aber auch etwas Positives: "Das wird Michael motivieren. Er lernt mehr aus den Rennen, wenn er auch mal geschlagen wird."

Die vergangenen neun Monate sind an Phelps offenbar nicht ganz so spurlos vorübergegangen. Nach Peking hatte er sich dem süßen Leben zugewandt. Eine angebliche Liaison mit der freizügigen Kellnerin einer Cocktail-Bar machte ebenso Schlagzeilen wie Poker-Nächte in Las Vegas. Bilder, die Phelps beim Inhalieren aus einer Glaspfeife zeigten, hatten zu einer dreimonatigen Sperre wegen Rauschgift-Konsums geführt.

Neue Freistil-Technik noch nicht ausgereift

Dass Phelps aber noch nicht wieder sein altes Leistungsvermögen erreicht hat, ist normal. Erst seit März befindet er sich wieder im Training. Zuletzt hatte er zehn Kilogramm abgenommen. Die nächsten Wettkämpfe bestreitet er im Juni in Santa Clara und Montreal als Vorbereitung auf die WM (17. Juli bis 2. August) in Rom.

Noch nicht von Erfolg gekrönt war für Phelps in Charlotte der Abstecher auf die Sprintstrecke 50m Freistil und die neue Technik, bei der der Ausnahme-Athlet die Arme im Windmühlenstil rotieren lässt. "Es hilft mir, mehr Tempo zu erreichen. Aber es ist noch nicht ausgereift. Die 50m Freistil sind für mich ungewohnt", sagte Phelps: "Aber ich werde weiter daran arbeiten."

© SID

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