Schwimmen National
Bundestrainer warnt vor zu großen Erwartungen

Der neue DSV-Bundestrainer Dirk Lange hat vor zu großen Erwartungen in diesem Jahr gewarnt. Zugleich verteidigte er die zuletzt stark kritisierten WM-Normzeiten.

Der neue Bundestrainer Dirk Lange glaubt nicht an eine schnelle Rückkehr der deutschen Schwimmer in die Weltspitze. "Es wäre vermessen, jetzt Großes zu erwarten. Es wird sicher ein Jahr dauern, bis unser System greift", sagte Lange im Interview mit dem kicker.

Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden

Lange unterstrich zugleich die Wichtigkeit des beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) neu eingeführten Systems mit Konzentration auf Trainingsstützpunkte. "Wenn wir die Rahmenbedingungen so schaffen, dass jeder optimal arbeiten kann, wenn wir die internationalen Standards in die Trainingsprozesse einbauen, dann kann man das Ruder rumreißen und dorthin zurückkommen, wo man schon mal war", sagte der 45-Jährige.

Im Vorjahr in Peking war das DSV-Team noch unter Regie von Sportdirektor Örjan Madsen mit Ausnahme von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen und dem Fünften Paul Biedermann untergegangen. Der Höhepunkt 2009 ist die WM in Rom (17. Juli bis 2. August).

"Wollen erfolgreiche Tandems nicht auseinander schlagen"

Lange verteidigte die Maßnahme, Steffens Heimtrainer Norbert Warnatzsch nicht als Stützpunkt-Chefcoach in Berlin zu beschäftigen. Zudem sprach er sich für eine "zukunftsorientierte" Arbeit beim DSV aus, will Warnatzsch aber nicht komplett außen vor lassen: "Wenn Britta ihn gerne haben möchte, dann werden wir erfolgreiche Tandems nicht auseinanderschlagen."

Kritik des Dopingopfer-Hilfevereins an hohen WM-Normzeiten

Als "verwerfliche Diffamierungen" bezeichnete Lange die Anschuldigungen des Dopingopfer-Hilfevereins, der dem DSV wegen der hohen WM-Normzeiten "Anstiftung zum Doping" vorgeworfen hatte. "Das unterstellt ja, dass alle Sportler, die Leistung erbringen, dopen", sagte Lange.

© SID

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