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Deutsche Schwimmer setzen Rekordjagd in Essen fort

Auch bei den nationalen Kurzbahnmeisterschaften in Essen haben die deutschen Schwimmer ihre derzeitige Top-Form unterstrichen und die Rekorde nur so purzeln lassen. Acht neue Bestmarken stellten die DSV-Athleten auf.

Die deutschen Schwimmer können die Olympischen Spiele 2008 in Peking kaum erwarten, denn die Form der Athleten stimmt. Die Topschwimmer um die überragenden Britta Steffen, Janine Pietsch und Steffen Deibler haben eine Woche nach den fünf Bestmarken beim Weltcup in Berlin auch bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen sieben deutsche sowie einen Europarekord eingefahren und sorgten damit bei Cheftrainer Örjan Madsen für gute Laune. "Das ist sehr schön und gibt Athleten und Trainern Sicherheit und Motivation", meinte der Norweger.

Neun Monate vor den Olympischen Spielen und gut zwei Wochen vor dem nächsten großen Härtetest bei der Kurzbahn-EM in Debrecen/Ungarn (13. bis 16. Dezember) setzte Janine Pietsch den Höhepunkt, als sie sich über 50-m-Rücken in 26,92 Sekunden den Europarekord von ihrer Nationalmannschaftskollegin Antje Buschschulte um zwei Hundertstel zurückholte. Auch über 100-m-Rücken war Pietsch zum Abschluss nicht zu schlagen.

Britta Steffen erschwimmt zwei Titel und drei Rekorde

Britta Steffen schwamm gleich zu zwei Titeln und drei Rekorden. Nach dem erwarteten Anfang mit Gold über 100-m-Freistil unterbot sie über die eigentlich ungeliebten 200-m-Freistil in 1:55,07 Minuten schon im Vorlauf den deutschen Rekord der verletzt pausierenden WM-Zweiten Annika Lurz (Ermüdungsbruch im Lendenwirbel) um zwölf Hundertstel und ließ das Finale anschließend aus. Am Schlusstag markierte sie im Vorlauf über die Nebenstrecke 100-m-Lagen (1:00,30) ebenfalls eine neue Topmarke, holte sich beim Sieg im Freistilsprint in 23,90 den nächsten Rekord.

Überbewerten wollte Steffen die erneute Rekordflut aber nicht. "Wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Aber wenn es auf der Langbahn auch diese Rekorde regnet, dann wären wir wohl alle sehr erfreut", sagte sie und mahnte damit ebenso zur Gelassenheit wie Madsen. Der sah auf jeden Fall die "Konturen der Arbeit, die wir in den letzten anderthalb Jahren investiert haben."

Das galt in Essen auch wieder für die Männer. Der 20 Jahre alte Steffen Deibler (Biberach) setzte über 50- und 100-m-Freistil insgesamt gleich drei deutsche Bestmarken: Den 47,24 Sekunden vom 100-m-Vorlauf ließ er bei seinem Titelgewinn im Finale 47,23 Sekunden folgen. Im Sprint, wo er am Nachmittag auch das Finale für sich entschied, verbesserte er seinen eigenen Rekord schon im Vorlauf um zwölf Hundertstel auf 21,42 Sekunden und machte mit dem dreifachen Titelträger (200/400/800m) Paul Biedermann (Halle/Saale) große Hoffnungen auf den Freistilstrecken.

Madsen: "Die Jungs holen auf"

Auch der Frankfurter Helge Meeuw glänzte über 200-m-Rücken (1:51,51 Minuten) als neuer Rekordmann sowie dem Titel auf der halben Distanz. "Die Jungs holen auf", stellte Madsen fest. In Thomas Rupprath hatte er zudem einen souveränen Dreifach-Titelträger (50-m-Rücken, 100-m-Lagen, 100-m-Schmetterling).

So hat der Sportdirektor bei der Nominierung für die Kurzbahn-EM am Montag diesmal zumindest auf einigen Distanzen (Madsen: "Es gibt auch noch große Lücken") fast schon ein Luxusproblem, schließlich ist der deutsche Kader auf 28 Schwimmer begrenzt.

© SID

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