Schwimmen National
Rupprath schwimmt Europarekord

Thomas Rupprath hat bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften für seinen 76. nationalen Titel und einen Europarekord über 50m Rücken gesorgt. Caroline Ruhnau gewann über 100m Brust.

Schwimm-Oldie Thomas Rupprath ist auf der Kurzbahn noch ganz der Alte. Mit Europarekord über 50m Rücken hat sich der 32-Jährige bei den deutschen Meisterschaften in Essen seinen 76. nationalen Titel gesichert und kann damit bei der EM vom 10. bis 13. Dezember in Istanbul sogar nochmal von internationalem Lorbeer träumen.

Weitere Höhepunkte: Ruhnau und Deibler

Für weitere Höhepunkte sorgten Caroline Ruhnau mit deutschem Rekord über 100m Brust sowie Weltrekordler Steffen Deibler mit seinem Titel-Double über 50m Schmetterling und 200m Freistil. Rupprath widmete Gold seinem verstorbenen Vater. "Ich wollte nach dem Tod meines Vaters im letzten Jahr unbedingt nochmal Meister werden", sagte der inzwischen für Würzburg startende Kurzbahn-Spezialist: "Ich habe gezeigt, dass ich ich auch noch im höheren Alter konkurrenzfähig bin. Je lockerer ich bin, desto schneller werde ich."

In 22,91 Sekunden blieb Rupprath drei Hundertstel unter der drei Wochen alten Marke des Russen Stanislaw Donets und blickt der EM am Bosporus entspannt entgegen: "Vor allem mit der Lagenstaffel haben wir beste Aussichten auf Gold." Zum Abschluss des zweiten Tages holte Rupprath auch noch Gold mit der 4x50-m-Freistilstaffel des SV Würzburg (1:26,89).

Der Hamburger Deibler trat über 200m Freistil in 1:43,38 Minuten die Nachfolge von Weltrekordler Paul Biedermann an, der die Zeiten mit Grippe zu Hause live im Internet verfolgte. Auch über 50m Schmetterling war Deibler in 22,06 Sekunden - 26 Hundertstel über seinem Weltrekord - nicht zu schlagen.

Ruhnau verteidigt 100m Brust-Titel

Caroline Ruhnau verteidigte über 100m Brust mit deutschem Rekord ihren Titel erfolgreich. Die Lokalmatadorin blieb in 1:04,78 Minuten 34 Hundertstel unter der zwei Wochen alten Marke der Wuppertalerin Sarah Poewe, die sich in 1:05,05 mit Platz zwei begnügen musste. Bei den Männern sicherte sich Ruhnaus Teamkollege Hendrik Feldwehr (57,67 Sekunden) Gold.

Vize-Weltmeisterin Daniela Samulski war auf ihrer Nebenstrecke 50m Schmetterling in 26,02 Sekunden nicht zu stoppen. Über 100m Freistil musste sich die Essenerin in Abwesenheit von Britta Steffen, die auf die Kurzbahn-Saison verzichtet, in 53,60 Sekunden aber Daniela Schreiber aus Halle/Saale (52,82) geschlagen geben. Schreiber sorgte im Anschluss bei der Siegerehrung auch mit einem kessen Spruch für gute Laune. "Paul Biedermann ist auch für mich ein Idol - auch wenn er ein Mann ist", sagte Schreiber über ihren Teamkollegen.

© SID

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