Schwimmen National
Rupprath sieht DSV ins Mittelmaß abrutschen

Thomas Rupprath hat den DSV in einem Zeitungsinterview zum Umdenken aufgefordert. Die strikten Ausrüster-Vorgaben und hohen Olympia-Normen bedrohten die deutschen Schwimmsport.

Bereits zwei Tage bevor die deutschen Schwimmer in Berlin zu den nationalen Meisterschaften und der Olympia-Qualifikation ins Becken steigen, lässt Thomas Rupprath die verbalen Wellen hochschlagen. Der ehemalige Weltrekordhalter rügte sowohl die "harten Normzeiten" für Peking als auch die Haltung des Verbandes, wonach die Athleten bei Olympia im Wettkampfanzug des DSV-Ausrüsters adidas schwimmen müssen. "Der DSV muss sich ernsthaft Gedanken machen, sonst rutschen wir gänzlich in die Mittelmäßigkeit ab", klagte Rupprath in einem Interview der Mainpost.

Der 31-Jährige ist beim australischen Ausrüster Speedo unter Vertrag, mit dessen neuem Wettkampfanzug in diesem Jahr 18 von 19 Weltrekorden auf der Langbahn aufgestellt worden sind. In Peking müsste Rupprath nach aktuellem Stand aber im adidas-Anzug starten - für den Rostocker ein Unding: "Ich sehe das so wie bei der Fußball-Nationalmannschaft. Dort spielten sie auch in den Schuhen, die am besten passen. Die Fußballer haben das durchgesetzt."

Olympia-Normen rauben den Schwimmern Motivation

Mit Blick auf Olympia sieht Rupprath für den DSV schwarz: "Es muss uns Angst und Bange werden, denn es wird international immer schwieriger mitzuhalten. Wir sind dabei, den Anschluss zu verlieren", klagte Rupprath und kritisierte zugleich die von DSV-Sportdirektor Örjan Madsen festgesetzten Normzeiten: "Damit machst du den Olympia-Traum von vielen Schwimmern zu einer Illusion und raubst ihnen die Motivation."

© SID

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