Schwimmen Olympia
Schwimmstar Thomas Rupprath kritisiert DSV scharf

Thomas Rupprath äußerte drei Wochen nach den Olympischen Spielen in Peking scharfe Kritik am DSV. Der 31-Jährige forderte zudem ein "Bindeglied zwischen Athleten und Teamleitung".

Drei Wochen nach Olympia in Peking hat Thomas Rupprath mit der Führung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) um Präsidentin Christa Thiel und den ehemaligen Sportdirektor Örjan Madsen abgerechnet. Für die Zukunft forderte der 31-Jährige ein "Bindeglied zwischen Athleten und Teamleitung ähnlich wie Oliver Bierhoff beim DFB" und brachte sich für diesen Posten selbst ins Spiel.

Rupprath kritisierte erneut, dass die deutschen Schwimmer nicht wie andere Nationen auf den sogenannten Wunderanzug eines australischen Herstellers (Speedo) zurückgreifen durften, sondern in den Anzügen des DSV-Ausrüsters (adidas) starten mussten. "Wenn nun unsere Präsidentin öffentlich sagt, unser Adidas-Anzug sei der beste der Welt, hat Frau Thiel leider null Prozent Ahnung", sagte Rupprath, der bei Speedo unter Vertrag steht, im Interview der Sport-Bild.

Zudem unterstellte Rupprath, der in China wie der Großteil der DSV-Athleten weit unter Bestform geblieben war, Madsen "individuelle Trainingsfehler". Dass die Schwimmer bei der Olympia-Analyse in der kommenden Woche in Göttingen nicht dabei sind, kann Rupprath nicht verstehen.

"In meinen Augen sind wir meilenweit entfernt von der Weltspitze."

Ohnehin glaubt Rupprath nicht an eine schnelle Wende zum Guten. "In meinen Augen sind wir meilenweit entfernt von der Weltspitze. Dieses Defizit wieder aufzuholen, wird länger als einen olympischen Zyklus dauern", sagte Rupprath und steht auch Madsen-Nachfolger Lutz Buschkow skeptisch gegenüber.

Rupprath will seine Karriere bis Ende 2009 fortsetzen. Danach kann er sich ein Engagement beim DSV vorstellen: "Dazu wäre ich sofort bereit.'

© SID

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