Schwimmen Weltcup
Biedermann knackt Weltrekord über 200m Freistil

Paul Biedermann hat beim Kurzbahn-Weltcupfinale in Berlin über 200m Freistil in 1:40,83 Minuten den fast neun Jahre alten Weltrekord des Australiers Ian Thorpe eingestellt.

Schwimm-Europameister Paul Biedermann hat beim Kurzbahn-Weltcupfinale in Berlin mit einem Weltrekord für einen Paukenschlag gesorgt. Der 22 Jahre alte Olympia-Fünfte glänzte im Finale über 200m Freistil in 1:40,83 Minuten und stand exemplarisch für das gute Ergebnis des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) beim Einstand des neuen Bundestrainers Dirk Lange.

Unterdessen durfte sich Langes ehemaliger Schützling Cameron van der Burgh aus Südafrika als Weltcup-Gesamtsieger über einen 100 000-Dollar-Siegercheck freuen. Die gleiche Summe erhielt die Australierin Marieke Guehrer als Weltcup-Gewinnerin bei den Frauen, die zudem über 50m Schmetterling in 24,99 Sekunden einen Weltrekord aufstellte.

Für Highlights sorgten zudem mit ihren Weltrekorden die Amerikaner Peter Marshall (USA) über 100m Rücken (49,63) und Randall Bal über die halbe Strecke (22,87). Bal erhielt für die wertvollste Leistung des Wochenendes ein Auto im Wert von 30 000 Euro.

Biedermann schwimmt Weltrekord mit Ansage

Die Freude von Biedermann kannte derweil keine Grenzen. Die fast neun Jahre alte Bestmarke des früheren australischen Stars Ian Thorpe (1:41,10) knackte der Hallenser mit Ansage. "Nach dem Vorlauf habe ich mich so gut gefühlt, da hat mein Trainer zu mir gesagt: Heute ist Weltrekord-Zeit. Und ich habe ihm geantwortet: Dann machen wir das mal", sagte Biedermann, der bereits am Samstag Platz zwei über die doppelte Distanz (3:40,29) geholt hatte.

Auch für Shooting-Star Marco Koch gab es trotz Platz vier im Finale über 100m Brust Grund zum Jubel. Der Darmstädter blieb in 58,96 Sekunden fünf Zehntelsekunden unter der knapp acht Jahre alten nationalen Bestmarke von Michael Fischer. Auch Johannes Dietrich (Wiesbaden) schwamm als Zweiter über 50m Schmetterling in 22,88 Sekunden einen deutschen Rekord.

Michalak geht als große Überraschung hervor

Für eine Überraschung sorgte die erst 16 Jahre alte Theresa Michalak, die das Finale über 200m Lagen (2:10,92) gewann und über die halbe Strecke Dritte wurde (1:01,22). Ebenfalls einen Tagessieg fuhr die Essenerin Daniela Samulski über 100m Rücken (58,03) ein.

Insgesamt holte der DSV drei Tagessiege und zehn weitere Podestplätze. "Auf diesen teilweise hervorragenden Ergebnissen können wir aufbauen", sagte der neue Bundestrainer Lange, der ankündigte, gegen mögliche Vorbehalte ankämpfen zu wollen. "Ich erwarte gar nicht, dass mich jeder sofort liebt, denn ich liebe auch nicht jeden", sagte der Hamburger und ergänzte: "Für mich zählen nur Erfolg und Leistung. Daran werde ich mich messen lassen. "

Derweil gab sich Olympiasieger Alain Bernard keine Blöße. Der Franzose gewann souverän die beiden Freistilstrecken über 50 (21, 25) und 100m (46,28). Deutschlands Schwimm-Star Britta Steffen, die in Peking Doppelgold geholt hatte, verzichtete aus privaten und sportlichen Gründen auf einen Start in ihrer Heimatstadt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%