Schwimmen Weltcup: "Goldener" Abschluss für Rupprath in Berlin

Schwimmen Weltcup
"Goldener" Abschluss für Rupprath in Berlin

Am Abschlusstag des Schwimm-Weltcups in Berlin setzte sich Thomas Rupprath auf seiner Weltmeisterstrecke über 50m Rücken durch. Paul Biedermann sorgte mit Rang zwei und deutschem Rekord über 1500m für ein Highlight.

Erfolgreichster Schwimmer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) beim Weltcup in Berlin war Thomas Rupprath. Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz schob sich der 28-Jährige zudem auf Rang drei der Weltcup-Gesamtwertung vor. Unter den Augen des künftigen DSV-Sportdirektors Örjan Madsen setzten Paul Biedermann und Janine Pietsch mit ihren Erfolgen weitere Glanzlichter. Das Duo sorgte ebenso für deutsche Rekorde wie Antje Buschschulte und Annika Liebs, die über 200m Freistil die 13 Jahre alte Bestmarke von Franziska van Almsick knackte.

Rupprath verpasst eigenen Weltrekord knapp

Rupprath triumphierte zum Abschluss am Sonntag über seine Weltmeister-Strecke 50m Rücken. Im hochkarätig besetzten Sprint verwies der Hannoveraner in 23,59 Sekunden die US-Boys Randall Bal (23,61) und Peter Marshall (23,71) auf die Plätze, verpasste seinen eigenen Weltrekord jedoch um 22 Hundertstel. "Weltrekord wäre möglich gewesen, aber ich kam schlecht aus der Wende. Bei der WM in Schanghai will ich deutlich schneller sein", meinte der Profi und fühlt sich offenbar für einen Fabel-Weltrekord bereit: "Wenn ich einen optimalen Tag erwische, ist sogar eine Zeit unter 23 Sekunden möglich."

Biedermann mit deutschem Rekord über 1500m

Am Samstag hatte Rupprath auch die 100m Lagen (53,52) gewonnen und über 100m Rücken nur um drei Hundertstel gegen Bal (51,41) den Kürzeren gezogen. "Die Gesamtbilanz stimmt", sagte der 28-Jährige, der seit Anfang des Jahres in Rostock unter Caren Mahn trainiert.

Für Furore sorgte auch Biedermann (Halle). Zunächst triumphierte der EM-Dritte über 400m Freistil (3:41,94). Bei seinem zweiten Platz über 1500m (14:16,70) am Sonntag verbesserte Biedermann den sieben Jahre alten deutschen Rekord von Jörg Hoffmann (Potsdam) um 1,22 Sekunden.

Die Ingolstädterin Pietsch, die im Vorjahr bei der DM an gleicher Stelle Weltrekord auf der Langbahn geschwommen war, blieb bei ihrem Sieg über 50m Rücken in 27,20 Sekunden sieben Hundertstel unter dem sieben Jahre alten Rekord von Sandra Völker.

Vize-Weltmeisterin Antje Buschschulte musste sich über 50, 100 und 200m Rücken jeweils mit Silber begnügen, stellte jedoch bei ihrem fünften Platz über 50m Schmetterling in 26,80 Sekunden einen deutschen Rekord auf und war dabei eine Hundertstel schneller als Daniela Samulski bei der bisherigen Bestmarke. Bundestrainer Manfred Thiesmann zog ein positives Fazit: "Wir können bis auf ein paar Ausnahmen mit den Leistungen sehr zufrieden sein."

Lisogor schwimmt Europarekord

Für die absoluten Highlights sorgte aber der Ukrainer Oleg Lisogor, der zunächst über 50m Brust seinen Weltrekord um drei Hundertstel verbesserte (26,17) und am Sonntag über die doppelte Strecke einen Europarekord (57,67) folgen ließ.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%