Schwimmen Weltcup
Madsen-Kritik lässt Wellen in Berlin hochschlagen

Vor dem Kurzbahn-Weltcup in Berlin hat DSV-Sportdirektor Örjan Madsen mit seiner Trainerschelte für Wirbel gesorgt. Nichtsdestotrotz will sich Deutschlands Schwimm-Star Britta Steffen Selbstvertrauen für Peking holen.

Vor dem Kurzbahn-Weltcup am Wochenende in Berlin sorgt die Kritik von Sportdirektor Örjan Madsen an den eigenen Trainerkollegen beim Deutschen Schwimm-Verband (DSV) für viel Wirbel und zusätzliche Brisanz. Deutschlands Schwimm-Star Britta Steffen will ungeachtet der Dissonanzen in ihrer Heimatstadt für einen Höhepunkt sorgen. Generell drängt das DSV-Team nach der enttäuschenden WM vor einem halben Jahr auf Wiedergutmachung und will bereits Selbstvertrauen für Olympia in neun Monaten in Peking sammeln.

Madsen fordert "mehr Offenheit"

Madsen machte aus seinem Unmut vor dem Heim-Weltcup keinen Hehl. "Ich glaube nicht, dass wir genug zusammenarbeiten", schrieb der Norweger seinen Kollegen in einem Interview mit der Berliner Zeitung ins Stammbuch und forderte bis Peking "mehr Offenheit". Die Standortbestimmung im Europapark an der Landsberger Allee ist für Madsen "ein wichtiger Wettkampf, aber nur einer von vielen mit hohem Niveau in dichter Folge".

Im Blickpunkt steht vor allem die vierfache Europameisterin, Weltrekordlerin und WM-Dritte Steffen. Die Lokalmatadorin, die am Freitag ihren 24. Geburtstag feierte, konzentriert sich ganz auf ihre Paradestrecke 100m Freistil. "Jetzt, wo es mit den Wettkämpfen wieder beginnt, ist der Biss wieder da. Da steigt die Motivation, da steigt der Wille", meinte Steffen, die sich mit Frankreichs Star Laure Manaudou, der viermaligen Staffel-Olympiasiegerin Dara Torres aus den USA und Weltcup-Titelverteidigerin Therese Alshammar aus Schweden messen muss.

Für Steffen ist der Weltcup auch eine Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften zwei Wochen später in Essen. Mitte Dezember steht dann die Kurzbahn-EM in Debrecen in Ungarn auf dem Programm. Dort wird Annika Lurz aus Würzburg ebenso fehlen wie in Berlin. Die WM-Zweite über 200m Freistil hat wegen Rückenproblemen abgesagt. Die Olympia-Dritte Antje Buschschulte (Magdeburg) geht dagegen in der Hauptstadt noch an den Start, bevor sie sich am Montag in Düsseldorf an der Schulter operieren lassen wird.

400 Schwimmer aus 35 Nationen am Start

In Berlin geht es für die etwa 400 Schwimmer aus 35 Nationen um 102 000 Dollar Preisgeld. Die Sieger erhalten 1 500 Dollar, 1 000 Dollar gibt es für Platz zwei, 500 Dollar für Rang drei. Die beste Leistung wird mit einem Auto prämiert.

100 000 Dollar für den Gewinn des Gesamtweltcups sicher hat vor Berlin und dem Finale vom 23. bis 25. November in Belo Horizonte in Brasilien bereits der US-Amerikaner Randall Bal. Zum großen Showdown kommt es bei den Männern über 100m Freistil unter anderem zwischen Weltrekordhalter Roland Schoeman (Südafrika) und dem Schweden Stefan Nystand, der am vergangenen Mittwoch beim Weltcup in Stockholm einen Europarekord aufstellte.

© SID

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