Schwimmen Weltcup
Schwimmerin Lenton begeistert durch Weltrekord

Ein neuer Weltrekord durch Freistil-Schwimmerin Lisbeth Lenton hat die Zuschauer beim Weltcup in Sydney in Verzückung versetzt. Über die 200m-Strecke schlug die Australierin nach 1:53,29 Minuten an.

Im ewigen Zweikampf zwischen den Schwimm-Teams der USA und Australiens haben die "Aussies" ihrem Land mal wieder einen großen Imagegewinn beschert. Beim Heim-Weltcup in Sydney präsentierte sich vor allem die Damen-Mannschaft aus "Down Under" in bestechender Verfassung. Für den Höhepunkt auf der Kurzbahn im olympischen "Aquatic Centre" sorgte Lisbeth Lenton. Die 20 Jahre alte Weltmeisterin über 50m Freistil schraubte den Weltrekord über 200m Freistil auf 1:53,29 Minuten und unterbot damit die bisherige Bestzeit von Lindsay Benko (USA) vom 7. April 2002 aus Moskau um 75 Hundertstelsekunden.

Die deutschen Schwimmer verpassten dagegen eine Woche vor den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen (24. bis 27. November) den Sprung auf das oberste Treppchen. Das beste Resultat für das vierköpfige Miniteam des deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) verbuchte Thomas Rupprath (Hannover) mit einem zweiten Platz über 100m Lagen (53,69 Sekunden) hinter Staffel-Olympiasieger Ryk Neethling (Südafrika/51,81).

Pietsch mit ordentlicher Leistung

Über 100m Rücken (52,00) schlug er als Dritter an. Auf seiner Weltmeister-Strecke 50m Rücken enttäuschte Rupprath als Vierter (24,20). Dritte Plätze gab es auch für die Langbahn-Weltrekordlerin Janine Pietsch (Ingolstadt) über 50m (27,85) und 100m Rücken (59,50) sowie für Stefan Herbst (Leutzsch) mit guten 1:45,45 Minuten über 200m Freistil.

Lisbeth Lenton übernahm mit ihrem Rekordrennen auch die Weltcup-Führung und fuhr zudem eine Weltrekord-Prämie von 4 000 Dollar ein. Über 50m und 100m schwamm sie zudem nahe an die Weltrekorde heran. Um nur fünf Hundertstelsekunden schrammte ihre Teamkollegin Leisel Jones mit 1:04,84 Minuten über 100m Brust am Weltrekord vorbei.

Thorpe-Comeback bleibt im Ansatz stecken

Bei den Männern war Ryk Neethling mit insgesamt vier Siegen der überragende Teilnehmer bei der zweiten von insgesamt acht Weltcup-Stationen. Über 100m Lagen verfehlte er mit 51,81 Sekunden seinen eigenen Weltrekord nur um 29 Hundertstelsekunden. Damit konnte der Weltcup-Sieger der vergangenen Saison seine Führung in der diesjährigen Gesamtwertung ausbauen. Weitere erste Plätze belegte er über 50m, 100m und 200m Freistil.

Nach 15-monatiger Wettkampfpause kehrte Superstar Ian Thorpe in seiner Heimatstadt in das Wettkampfbecken zurück. Allerdings musste der Olympiasieger und Weltmeister sein Comeback als Vorlaufschnellster über 100m Freistil wegen einer Bronchitiserkrankung abbrechen. Mit 47,87 Sekunden verfehlte er seine persönliche Bestzeit aber nur um fünf Hundertstelsekunden.

© SID

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