Schwimmen Weltcup
Siege für Buschschulte, Weltrekord durch Nystrand

Beim Kurzbahn-Weltcup der Schwimmer in Berlin ist Antje Buschschulte ein Doppeltriumph und ein Europarekord gelungen. Für zwei Weltrekorde sorgten Stefan Nystrand aus Schweden und die Niederländerin Marleen Veldhuis.

Antje Buschschulte hat beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin trotz lädierter Schulter einen Europarekord und einen Doppeltriumph gefeiert. Sarah Poewe bescherte dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) den dritten Sieg. Für zwei Weltrekorde zum Auftakt sorgten der Schwede Stefan Nystrand über 100m Freistil und die Niederländerin Marleen Veldhuis über die halbe Distanz. Während Frankreichs Star Laure Manaudou einen weiteren Europarekord aufstellte, glänzten Paul Biedermann und Benjamin Madeja bei der Rekordflut mit nationalen Bestmarken.

"Dies ist mein letzter Wettkampf in diesem Jahr, deshalb wollte ich nochmal alles geben. Aber dass es so gut gelaufen ist, kann ich gar nicht fassen", erklärte Buschschulte, die sich am Montag an der Schulter operieren lässt, nach ihrem "Doppelpack".

"Antje ist ein Phänomen"

Erst verbesserte die Magdeburgerin über 50m Rücken ("Der Sprint ist eigentlich gar nicht meine Spezialität") den Europarekord von Janine Pietsch (Ingolstadt) um sechs Hundertstel auf 26,94 Sekunden. Während sich Pietsch in 26,98 mit Platz zwei trösten musste, legte Buschschulte wenig später nach und war auch über 200m Rücken in 2:05,92 Minuten das Maß aller Dinge. "Antje ist ein Phämomen und immer zu Top-Leistungen fähig", lobte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen.

Für den dritten DSV-Sieg sorgte Poewe. In 1:06,14 Minuten blieb die Wuppertalerin über 100m Brust zwei Hundertstel vor der Russin Julia Efimowa. Die Dortmunderin Sonja Schoeber (1:06,32) belegte Rang drei.

Biedermann (Halle) verbesserte seine Bestmarke über 400m Freistil in 3:38,22 Minuten um 1,66 Sekunden, musste sich aber dem Südkoreaner Tae-Hwan Park (3:36,68) geschlagen geben. Der Potsdamer Madeja stellte über 200m Brust in 2:10,15 Minuten die nationale Bestmarke von Timo Lorenz ein und belegte damit Platz fünf.

Zwei zweite Plätze für Rupprath

Kurzbahn-Spezialist Thomas Rupprath musste sich mit zwei zweiten Plätzen begnügen. Über 100m Rücken blieb der Rostocker in 51,54 Sekunden hinter US-Star Randall Bal, der in 50,66 seine Siegesserie fortsetzte und bereits die Prämie von 100 000 Dollar für den Gewinn des Gesamtweltcups sicher hat. Über 50m Schmetterling blieb Rupprath in 23,22 hinter dem Serben Milorad Cavic (23,19).

Nystrand hatte die Rekordflut im Europapark an der Landsberger Allee mit seinem Weltrekord über 100m Freistil eröffnet. Nur drei Tage nach seinem Europarekord in Stockholm blieb der Schwede in 45,83 Sekunden 42 Hundertstel unter der gemeinsamen Marke von US-Schwimmer Ian Crocker und Roland Schoeman aus Südafrika.

Veldhuis unterbietet sieben Jahre alte Bestmarke

Veldhuis legte wenig später nach und unterbot über 50m Freistil in 23,58 Sekunden die sieben Jahre alte Bestmarke der Schwedin Therese Alshammar. Deutschlands Schwimm-Star Britta Steffen hatte auf einen Start verzichtet und konzentriert sich bei ihrem Heimspiel in der Hauptstadt ganz auf ihre Paradestrecke 100m Freistil am Sonntag.

In Abwesenheit der am Rücken verletzten Vize-Weltmeisterin Annika Lurz aus Würzburg demonstrierte Manaudou erneut ihre Klasse. In 1:53,48 Minuten blieb die Olympiasiegerin 79 Hundertstel unter dem alten Europarekord ihrer Teamkollegin Alena Popchanka. Als beste Deutsche verpasste die Frankfurterin Meike Freitag in 1:56,27 als Vierte knapp einen Podiumsplatz.

© SID

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