Schwimmen WM
Biedermann auf Kurs, Deibler ausgeschieden

Paul Biedermann steht bei der Kurzbahn-WM in Dubai nach seinem vierten Platz über 200m Freistil im Finale. Für Steffen Deibler ist der Medaillentraum schon im Vorlauf geplatzt.

Doppel-Weltmeister Paul Biedermann hat eine Medaille ins Visier genommen, für Europameister Steffen Deibler ist der Traum vom Edelmetall bei der Kurzbahn-WM in Dubai dagegen schon im Vorlauf geplatzt: Deutschlands Schwimmer erlebten zum Auftakt der Titelkämpfe in der Wüste ein Wechselbad der Gefühle.

Biedermann zog über 200m Freistil als Vierter ins Finale am Abend ein. In 1:42,73 Minuten verbesserte Biedermann seine persönliche Jahresbestzeit vom zweiten Platz bei der EM in Eindhoven um 21 Hundertstelsekunden. Favorit ist aber Staffel-Olympiasieger Ryan Lochte aus den USA, der in 1:42,38 locker Vorlaufbestzeit schwamm.

"Da geht die Post ab. So eine WM ist nochmal etwas ganz anderes. Wahnsinn, wie sich alle schon in den Vorläufen hochschaukeln", sagte Biedermann: "Jetzt heißt es Hotel, Massage, entspannen."

Der Russe Daniil Isotow, der Biedermann in Eindhoven geschlagen hatte, qualifizierte sich nur mit Mühe als Achter für den Endlauf. Rekord-Olympiasieger Michael Phelps ist in Dubai nicht am Start. Prominentes Opfer beim Ausscheidungsschwimmen der Weltelite war der Franzose Yannick Agnel. Der 18 Jahre alte Langbahn-Europameister über 400m Freistil verpasste als Zehnter das Finale.

Baden ging auch Deibler als 21. über 100m Schmetterling. Der 23-Jährige, der als Jahres-Weltbester in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist war, lag in 51,72 Sekunden fast zwei Sekunden über seiner Zeit vom EM-Triumph vor knapp drei Wochen in Eindhoven. Auch Benjamin Starke (Neukölln) verpasste als 18. das Halbfinale (51,55).

"Ich denke, dass ich meinem harten Pensum der vergangenen Monate Tribut zollen musste. Es hat sich schwer angefühlt", war der Hamburger nach dem Aus enttäuscht.

Lange: "Er ist zu langsam angegangen"

"Es hat auf mich so gewirkt, als ob er die Sache etwas unterschätzt hat. Er ist zu langsam angegangen und kam dann nicht mehr aus seinem langsamen Tempo raus", sagte Bundestrainer Dirk Lange: "Ich habe davor gewarnt, dass uns hier ein Sturm entgegenbläst - und wer sich nicht festhält, wird weggeweht."

Eine Enttäuschung erlebte auch Vize-Europameister Hendrik Feldwehr. Der Essener blieb über 100m Brust in 58,97 Sekunden als 17. ebenso im Vorlauf auf der Strecke wie Marco Koch aus Darmstadt (59,02) auf Rang 18.

Über die halbe Distanz erreichte Europameisterin Dorothea Brandt (Neukölln) als Neunte (30,58) das Halbfinale. Der Leipziger Stefan Herbst schied über 100m Rücken (52,50) als 20. aus.

© SID

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