Schwimmen WM
Bundestrainer Buschkow hinterfragt sich

Nach der Springer-Nullnummer bei der WM in Rom will sich Bundestrainer Lutz Buschkow "kritisch hinterfragen." WM-Prämien gibt es für die Athleten vom DSV indes nicht.

Nach der bisherigen Nullnummer der Wasserspringer bei der WM in Rom will sich der kommissarische Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow "kritisch hinterfragen", doch einen Nachfolger gibt es zunächst nicht. "Ich überprüfe mich selbst, ob ich durch die Doppelbelastung zu wenig Zeit für die Springer hatte. Ich habe ja ein Hardcore-Programm", sagte Buschkow am Rande der Schwimm-WM dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Aber ein Trainer ist bei unserem hohen Anspruch nicht leicht zu finden."

Trotz fehlender Ausbeute wollte Buschkow nicht zu kritisch mit den Springern des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ins Gericht gehen. "Klar fehlt uns ein Glanzpunkt. Aber wir hatten einige Finalplätze und Achtungserfolge", sagte Buschkow: "Man darf auch nicht vergessen, dass wir uns nach dem Absprung von gleich fünf Leistungsträgern in einem Generationenwechsel befinden.

Keine WM-Prämien für deutsche Schwimmer

Die Mannschaft um Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen wird bei der WM in Rom indes nicht in den Genuss von Prämien durch den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) kommen. "Das ist wie in einer Familie. Wenn wenig Geld da ist, kann man nichts ausgeben", sagte DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow dem SID: "Die Sportler sind mit dafür verantwortlich, dass wir keinen Ausrüstervertrag mehr haben. Jetzt will ich kein Geheule hören."

Der DSV ist nach der Kündigung des Ausrüsters (adidas) nicht auf Rosen gebettet. "Die Athleten haben ihre eigenen Verträge mit den Herstellern und bekommen ja auch noch finanzielle Unterstützung durch die Sporthilfe. Das muss in dieser Situation eben reichen", sagte Buschkow.

Die Stimmung in der Mannschaft um Steffen und Europarekordler Paul Biedermann, der in Rom den großen Michael Phelps ärgern will, ist aber gut. Am Donnerstag ziehen die Schwimmer vom bisherigen Quartier in Ravenna nach Rom um. Am Nachmittag steht dann das erste Training im Foro Italico an.

© SID

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