Schwimmen WM
Deutsche Freistil-Staffel freut sich über Silber

Die deutsche 4x200m-Freistil-Staffel der Frauen hat bei der WM in Melbourne die Silbermedaille gewonnen. Für das Highlight des Tages sorgte Michael Phelps (USA) mit seinem dritten Weltrekord während der WM.

Trotz des verpassten WM-Titels und dem Verlust des Weltrekords war die Freude bei den deutschen Frauen groß. "Das ist keine Niederlage. Wir haben Silber gewonnen", ließ Britta Steffen keinen Zweifel, wie sie den zweiten Platz in der 4x200m-Freistilstaffel einordnete. Auch Schluss-Schwimmerin Annika Lurz zeigte sich sehr glücklich über ihre zweite Silbermedaille: "Es ist ein tolles Gefühl. Wir freuen uns."

"Die USA waren heute zu stark"

In 7:53,82 Minuten musste sich das Quartett des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) mit Meike Freitag (Frankfurt), Steffen (Berlin), Petra Dallmann (Heidelberg) und Lurz (Würzburg) nur Titelverteidiger und Olympiasieger USA geschlagen geben. Lurz rettete als Revanche für das Einzelrennen am Vortag aber Platz zwei gegen die Französin Laure Manaudou. "Wir konnten nicht ganz an unsere Sternstunde von Bupadest ranreichen. Die USA waren heute zu stark, das muss man anerkennen", erklärte DSV-Sportdirektor Örjan Madsen.

In 7:50,09 Minuten klauten die US-Girls dem deutschen Quartett den Weltrekord aus dem Vorjahr beim EM-Triumph in Budapest und blieben dabei 73 Hundertstel unter der alten Marke. Dabei hätten sich die Amerikanerinnen fast verspekuliert. Denn mit elf Hundertstel Vorsprung hatten sie sich nur knapp als Achte in den Endlauf gerettet.

Steffen peilt über 100m Freistil Gold an

Steffen kann am Freitag noch ihren Goldtraum verwirklichen. Über ihre Weltrekordstrecke 100m Freistil wartet auf die 23-Jährige aber Schwerstarbeit. In 54,05 Sekunden zog Steffen als Dritte hinter der US-Amerikanerin Natalie Coughlin (53,40) und Lokalmatadorin Lisbeth Lenton (53,85) in den Endlauf ein. "Das wird ein großes Finale", sagte Steffen und versprach: "Ich werde alles geben." Vor allem Coughlin ist in überragender Form und blieb nur eine Zehntel über Steffens Bestmarke bei ihrem EM-Coup.

Europameisterin Janine Pietsch blieb im Endlauf über 50m Rücken als Achte in 28,87 Sekunden ohne Chance. "Ich habe mich saft- und kraftlos gefühlt", sagte die 24-Jährige aus Ingolstadt: "Es war ein schweres Jahr durch die Krankheit meiner Mutter. Ich bin auch nur ein Mensch und keine Maschine." Goldgewinnerin Leila Vaziri aus den USA stellte in 28,16 ihren Weltrekord vom Vortag aus dem Halbfinale ein, als sie drei Hundertstel unter der Marke von Pietsch geblieben war.

Die Olympia-Dritte Anne Poleska scheiterte über 200m Brust ebenso kläglich im Vorlauf wie Helge Meeuw über 200m Rücken. Poleska war bei Rang 20 in 2:31,24 Minuten durch die Auswirkungen ihres Bänderrisses aber auch gehandicapt. "Die letzte Bahn war ein einziger Ganzkörperschmerz", sagte die für Krefeld startende Wahl-Amerikanerin. Die Hamburgerin Birte Steven erreichte als Achte in 2:27,62 knapp das Finale. Der Kommentar vom Meeuw nach Rang 25 in 2:02,34 über 200m Rücken - sechs Sekunden über seiner Bestzeit - fiel knapp aus: "Bullshit!"

Phelps mit viertem Titel und drittem Weltrekord

US-Superstar Michael Phelps setzte seine Weltrekord-Show mit der dritten Bestmarke über 200m Lagen und seinem vierten Titel fort. In 1:54,98 verbesserte der 21-Jährige seine eigene Bestmarke um 86 Hundertstel. Der Ungar Laszlo Cseh schwamm mit Europarekord in 1:56,92 hinter Ryan Lochte (USA/1:56,19) auf Platz drei. Zwei Weltmeister gab es über 100m Freistil: Titelverteidiger Filippo Magnini aus Italien und der Kanadier Brent Hayden waren in 48,43 Sekunden auf die Hundertstel zeitgleich. Für einen Heimsieg sorgte Jessicah Schipper (2:06,39) über 200m Schmetterling.

© SID

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