Schwimmen WM
Deutsche Wasserballer dürfen erstmals jubeln

Die deutschen Wasserballer haben bei der Schwimm-WM in Melbourne den ersten Sieg eingefahren und Japan 17:7 geschlagen. Derweil stehen die Wasserspringer Heike Fischer, Ditte Kotzian und Christian Löffler im Halbfinale.

Während die Wasserballer mit einem Pflichtsieg den vorzeitigen Einzug in die Viertelfinalrunde perfekt gemacht haben und ein Springer-Trio die Vorkämpfe schadlos überstanden hat, sind Deutschlands Schwimmer in die City von Melbourne eingezogen - doch Goldhoffnung Britta Steffen ging auch drei Tage vor Beginn der Königswettbewerbe der WM weiter auf Tauchstation. Die Weltrekordlerin und vierfache Europameisterin scheute einmal mehr jegliches Aufsehen und nahm an der ersten Trainingseinheit in der Rod-Laver-Arena nicht teil.

Doch Steffen weiß auch so, was in dem 11 270 Zuschauer fassenden Stadion auf sie zukommt. "Das wird ein Hexenkessel. Da wird es arg zugehen´, befürchtet die sensible, 23 Jahre alte Berlinerin. Dennoch will sie ihre labile Psyche in den Griff kriegen, und in der "Höhle des Löwen" Stärke zeigen: "Ich weiß, dass ich es kann. Wenn ich in der richtigen Verfassung bin, kann ich wieder einen rausknallen. Dann kann ich wieder Weltrekord schwimmen."

Nossek trifft fünf Mal

Ganz gut war auch die Stimmung bei den Wasserballern. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm gewann ihr zweites Vorrundenspiel unter den Augen von DSV-Präsidentin und Edelfan Christa Thiel gegen Japan mit 17:7 (4:2, 3:2, 6:0, 4:3) und kann weiter von einer Medaille träumen. Der für den griechischen Meister Ethnikos Piräus spielende Heiko Nossek war mit fünf Toren bester Werfer.

Die entscheidende Partie um den zweiten Platz in der Gruppe A bestreitet die DSV-Auswahl am Samstag (3.00 Uhr MEZ) gegen die punktgleichen Italiener, die gegen Titelverteidiger Serbien mit 3:6 (2:3, 0:1, 1:2, 0:0) verloren. Mit einem Sieg könnte man in der Runde der letzten Acht wohl dem befürchteten Duell gegen Mitfavorit Ungarn aus dem Weg gehen.

Sicher ins Halbfinale vom 1m-Brett eingezogen sind die WM-Dritte Heike Fischer aus Leipzig und Vize-Europameisterin Ditte Kotzian aus Berlin. Fischer belegte im Vorkampf mit 269,75 Punkten Rang sechs, Kotzian wurde mit 260,50 Zählern Neunte. Bei den Männern kam der Rostocker Christian Löffler mit 424,55 Punkten vom 3m-Brett ebenfalls eine Runde weiter. WM-Debütant Patrick Hausding (375,95) schied als 24. hingegen vorzeitig aus.

© SID

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