Schwimmen WM
Maurer schwimmt zu Gold

Bei der Schwimm-WM in Rom hat Angela Maurer die Goldmedaille im 25-Kilometer-Rennen gewonnen. Die Russin Abba Uwarowa belegte vor Federica Vitale aus Italien Rang zwei.

Angela Maurer hat sich bei starkem Seegang zur Marathon-Königin im Mittelmeer gekrönt und damit das Gold-Triple der deutschen Langstreckler bei der WM in Rom perfekt gemacht. Die 33 Jahre alte Polizeibeamtin aus Mainz triumphierte nach einer Schinderei über 25 Kilometer und bescherte dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) den dritten Titel nach den Siegen von Thomas Lurz über fünf und zehn Kilometer.

Nach ihrem zweiten WM-Coup nach 2006 war Maurer erschöpft und glücklich zugleich. "So ein hartes Rennen habe ich noch nie bestritten. Die Bedingungen waren heftig. Am Ende hat sich bei mir alles im Kopf gedreht", sagte die Mutter eines vier Jahre alten Sohnes. Für Maurer war der Sieg auch eine Genugtuung, nachdem sie bei der Olympia-Premiere in Peking als Vierte knapp eine Medaille verpasst hatte.

Trotz der Strapazen zündete Maurer vor dem Lido di Ostia am Ende nochmal ihren Turbo und konnte nach 5:47:48,0 Stunden jubeln. "Dabei hatte ich eigentlich gehofft, dass das Rennen nach 20 Kilometern abgebrochen wird. Es war unglaublich schwer, die Konzentration zu halten. Zum Schluss habe ich all meine Erfahrung ausgespielt", sagte Maurer, die Anna Uwarowa aus Russland und Federica Vitale auf die Plätze zwei und drei verwies.

DSV-Sportdirektor Buschkow aus dem Häuschen

Aus dem Häuschen war DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. "Das war einfach nur großartig. Dieser Leistung muss man absoluten Respekt zollen", sagte Buschkow: "Wir hatten ja vier Medaillen als hohes Ziel ausgegeben, am Ende überstrahlen drei goldene alles."

Für Maurer war es das erste Rennen über 25 Kilometer seit ihrem WM-Coup 2006 gewesen. "Ich hatte mich wegen Olympia in Peking auf die zehn Kilometer konzentriert. Ich bin sehr glücklich, dass es auf der ganz langen Strecke direkt wieder geklappt hat", sagte Maurer, die 2005 eine Mutter-Pause eingelegt hatte und danach noch stärker zurückkam.

Stefanie Biller aus Schwabmünchen-Nördlingen wurde Achte. Bei den Männern setzte sich der Italiener Valerio Cleri in 5:26:31,6 Stunden in Abwesenheit deutscher Schwimmer vor dem Australier Trent Grimsey und dem Russen Wladimir Diatschin durch.

© SID

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