Schwimmen WM
Pietsch mit deutschem Rekord zur Gold-Hoffnung

Janine Pietsch hat mit einem deutschen Rekord im Halbfinale über 100m Rücken Hoffnung auf den ersten Titel bei der Kurzbahn-WM der Schwimmer in Schanghai geweckt. Thomas Rupprath kam dagegen schwer aus den Startlöchern.

Der Auftakt der 8. Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Schanghai geriet für Schwimmerin Janine Pietsch gleich zur Glanznummer. Die 23-Jährige aus Ingolstadt zog über 100m Rücken in 58,31 Sekunden als Schnellste in den Endlauf am Donnerstag ein und verbesserte dabei den über zwei Jahre alten deutschen Rekord von Antje Buschschulte (Magdeburg) um neun Hundertstel.

Schwimm-Profi Thomas Rupprath (Hannover) erlebte dagegen einen durchwachsenen Start, steht als Fünfter über 100m Schmetterling aber ebenso im Finale wie Helge Meeuw (Wiesbaden) als Achter über 100m Rücken.

Pietsch demonstrierte in der "Magnolienblüte" von Schanghai ihre Stärke und gab sich nach dem furiosen Halbfinale entsprechend selbstbewusst. "Ich fühle mich sehr gut und mache mir keinen Druck. Der erste Titel wäre aber natürlich ein Traum", sagte die Weltrekordhalterin über 50m Rücken auf der Langbahn. Schärfste Konkurrentin dürfte die Neuseeländerin Hannah Mclean sein, die im Halbfinale aber schon über eine halbe Sekunde Rückstand hatte.

Rupprath sagt für 100m Rücken ab

Weit weniger zufrieden als Pietsch konnte Rupprath sein. Über 100m Schmetterling schwamm der 29-Jährige in 52,04 auf Rang fünf. Zuvor hatte er nach Platz neun im Vorlauf über 100m Rücken seinen Halbfinal-Start über seine Paradedisziplin abgesagt.

"Die Endläufe über 100m Rücken und Schmetterling finden in kurzem Abstand statt. Ich denke, es ist richtig, dass ich mich nach den Vorläufen für eine Strecke entschieden habe. Eine Medaille ist möglich", erklärte Rupprath, der bei der WM vor zwei Jahren in Indianapolis mit Gold, Silber und Bronze die gesamte Medaillenpalette abgeräumt hatte.

Über 100m Rücken ist vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) damit nur noch Youngster Helge Meeuw vertreten. Der 21-Jährige geht als Außenseiter ins Finale, nachdem er sich als Achter (52,60) ganz knapp qualifiziert hatte.

Der Südafrikaner Ryk Neethling bewies nach seinem Weltcup-Gesamtsieg seine Form im 25-m-Becken und sicherte sich über 200m Freistil in Abwesenheit von Titelverteidiger Michael Phelps aus den USA und dem australischen Weltrekordhalter Ian Thorpe in 1:43,51 das erste Gold in China.

Gold in der 4x100-m-Freistil-Staffel ging überraschend an Italien, dass sich in 3:10,74 vor Schweden und der USA durchsetzte. Bei den Frauen gingen die ersten Titel nach Australien und ind Land der Gastgeber. Über die 200m Schmetterling triumphierte Jessicah Schipper in 2:05,11 Minuten vor Francesca Segat (Italien) und Yu Yang (China), die 400m Lagen gewann Hui Qi in 4:34,28 Minuten vor Alessia Filippi (Italien) und Anastasia Iwanenko (Russland). Die 4x200m Freistil gewann das australische Quartett (7:46,96) vor China und den USA.

© SID

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