Schwimmen WM
Rupprath erreicht Silbermedaille in Schanghai

Thomas Rupprath hat bei der Kurzbahn-WM in Schanghai eine Silbermedaille gewonnen. In seiner Parade-Disziplin über 50m Rücken musste sich der 29-Jährige nur dem Australier Matthew Welsh geschlagen geben.

Bei den 8. Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Schanghai konnte sich Titelverteidiger Thomas Rupprath aus Hannover eine Silbermedaille über 50m Rücken erkämpfen. Lediglich dem Australier Matthew Welsh (23,53 Sekunden) musste sich der 29-Jährige (23,70) geschlagen geben. Bronze ging in 24,01 Sekunden an Helge Meeuw aus Wiesbaden.

Während der 21 Jahre alte Meeuw bereits über die doppelte Distanz als Dritter auf dem Treppchen gestanden hatte und wohl endgültig den internationalen Durchbruch geschafft hat, holte Rupprath nach Platz vier über 100m Schmetterling über seine Weltrekordstrecke sein erstes Edelmetall in der "Magnolienblüte".

Nur Liebs noch ohne Medaille

Damit haben sich in China drei der lediglich vier Schwimmer aus der deutschen Mini-Delegation eine Medaille gesichert. Nach dem Goldtriumph durch Janine Pietsch (Ingolstadt) über 100m Rücken ist lediglich die Würzburgerin Annika Liebs noch ohne Podiumsplatz.

Bei Rupprath war die Freude nach überstandener Grippe und einem Gewichtsverlust von zwei Kilogramm umso größer. Mit seiner Silber-Zeit blieb er 43 Hundertstel über dem eigenen Weltrekord von Dezember 2004.

Ihr zweites Gold nahm die in überragender Form schwimmende Pietsch ins Visier. Nachdem die 23-Jährige am Donnerstag in deutscher Rekordzeit zum ersten großen Titel ihrer Karriere geschwommen war, zog sie über ihre Langbahn-Weltrekordstrecke 50m Rücken ebenfalls in nationaler Rekordzeit von 27,10 Sekunden als Vorlaufschnellste ins Finale am Sonntag ein. Die Blondine blieb eine Zehntel unter ihrer eigenen Bestmarke aus dem Januar in Berlin.

Rupprath schielt auf zweites Edelmetall

Zum Abschluss hat auch Rupprath über 100m Lagen noch einmal Chancen auf eine Medaille. 2004 in Indianapolis hatte er Silber auf dieser Strecke gewonnen. Über 200m Freistil als ihre derzeit stärkste Disziplin geht am Sonntag auch Annika Liebs mit der Hoffnung auf einen Top-Platz an den Start. Die 26-Jährige war vor zwei Wochen auf der Langbahn in 1:58,78 Minuten eine Weltklasse-Zeit geschwommen. So schnell war seit Franziska van Almsick keine deutsche Schwimmerin.

Welsh dominiert

Überragender Athlet am vorletzten Wettkampftag in Schanghai war unterdessen Matthew Welsh. Nach seinen Erfolgen über 100m Rücken sowie über die halbe Distanz vor Rupprath holte der frühere Langbahn-Champion über 50m Schmetterling bereits seinen dritten Titel. Einen Weltrekord stellte die niederländische Freistil-Staffel der Frauen über 4x100m auf. In 3:33,32 Minuten blieben Inge Dekker, Hinkelien Schreuder, Chantal Groot und Magdalena Veldhuis 1,21 Sekunden unter der alten Bestmarke Chinas.

© SID

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