Schwimmen WM
Schwimmer greifen bei WM nach Olympia-Tickets

Bei der heute beginnenden WM in Sevilla geht es für die deutschen Freiwasserschwimmer nicht nur um den Titel, sondern auch um die Qualifikation für die Sommerspiele in Peking.

Wenn heute der Startschuss für die bis Donnerstag stattfindende Weltmeisterschaft der Freischwimmer im spanischen Sevilla fällt, gilt für die deutschen Starter höchste Konzentration. Denn diesmal geht es nicht nur um den Titel, sondern gleichzeitig auch um die Qualifikation für die Olympia-Premiere über zehn Kilometer in Peking. Das Augenmerk liegt vor allem auf Thomas Lurz. Der erfolgreichste Langstreckler aller Zeiten will der Erfüllung seines Traums vom Olympia-Triumph einen Schritt näherkommen.

Auf der Ruder-Regattastrecke des Rio Guadalquivir erwartet Lurz am Sonntag ein "hartes Ringen" um die Fahrkarte nach Peking. "Jeder will zu Olympia. Aber ich hoffe, dass ich mich mit meiner Erfahrung durchsetzen werde", sagte der 28 Jahre alte Würzburger, der am Ufer Unterstützung von 200-m-Freistil-Vizeweltmeisterin und Schwägerin Annika Lurz bekommt.

Lurz trifft auf namhafte Konkurrenz

In Australiens Olympiasieger Grant Hackett bekommt es Lurz, der zudem über 5km am Dienstag als Titelverteidiger an den Start geht, auch mit einem ganz namhaften Konkurrenten zu tun. Doch das schreckt den fünfmaligen Weltmeister nicht. "Den Kampf Mann gegen Mann kennt der nicht, das ist ein Nachteil", sagt der Diplom-Sozialpädagoge.

Für die Qualifikation ist für Lurz und den Mainzer Christian Hein ein Rang unter den besten Zehn nötig - ansonsten steht eine Sonderschicht bei der Generalprobe Ende Mai in Peking bevor. Dort würde eine Platzierung unter den schnellsten 15 reichen.

"Durch die Aufnahme ins olympische Programm ist die Dichte der Top-Schwimmer viel enger geworden", sagt Lurz, der in Berlin auf die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften und der Qualifikation für Olympia im Becken über 1500m Freistil verzichtet hat: "Diesmal gilt die volle Konzentration der Langstrecke. Denn man darf sich keinen Durchhänger leisten."

Das gilt zum Auftakt am Samstag bei den Frauen auch für Britta Kamrau-Corestein (Rostock) und Angela Maurer (Mainz). Auf eine Titelverteidigung über 25km wird Kamrau-Corestein verzichten, auch Maurer legt ihr Augenmerk ganz auf die fünf und 10km.

Madsen fordert die volle Ausbeute

"Unser Hauptziel ist es, vier Startplätze für Peking zu holen", meint DSV-Sportdirektor Örjan Madsen und hat die volle Ausbeute im Visier: "Wenn noch Medaillen abfallen, nehmen wir die gerne mit." Doch die Konkurrenz ist groß. Denn 55 Männer und 52 Frauen aus 39 Nationen wollen in der südspanischen Metropole die Olympia-Tickets lösen.

Über 25km gibt der DSV dem Nachwuchs-Duo Christina Krienke (Mainz) und Annegret Braun (Rostock) eine Bewährungschance. Bei den Männern bleibt die Strecke aus deutscher Sicht nach der Verletzung von Alexander Studzinski (Wiesbaden) unbesetzt.

Die WM-Rennen von Sevilla:

Samstag: 10km Frauen (10.00 Uhr)

Sonntag: 10km Männer (10.00 Uhr)

Dienstag: 5km Frauen (10.00 Uhr) und 5km Männer (12.30 Uhr)

Donnerstag: 25km Männer (9.00 Uhr) und 25km Frauen (9.15 Uhr)

© SID

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