Schwimmen WM
Steffen und Meeuw dürfen in der Staffel ran

Obwohl sie bei der Qualifikation im November passen musste, darf Britta Steffen bei der Schwimm-WM in Melbourne in der 4x200m-Freistil-Staffel ran. Auch Helge Meeuw erhält für den Lagen-Vierer eine "Wildcard".

Örjan Madsen, Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), rückt vor der WM vom 17. März bis zum 1. April in Melbourne wieder etwas von seiner harten Linie ab. Davon profitieren in Australien auch die viermalige Europameisterin und Weltrekordlerin Britta Steffen sowie EM-Titelträger Helge Meeuw.

Die 23 Jahre alte Berlinerin Steffen wird auf ihrer Weltrekordstrecke 100m Freistil und der halben Distanz, in der 4x100m-Lagen- und Freistilstaffel und auch in der 4x200m-Freistilstaffel an den Start gehen, obwohl sie im November 2006 in Hannover bei den nationalen Wintermeisterschaften wegen einer Magen-Darm-Grippe über diese Strecke nicht starten und sich qualifizieren konnte.

"Meine Aufgabe ist es, die beste Staffel aufzustellen", sagte Madsen: "Wenn nicht alle vier Starterinnen im Vorlauf unter Brittas Staffelzeit bei der EM in Budapest liegen, wird sie im Endlauf schwimmen."

Der Neu-Frankfurter Meeuw, der in Hannover wegen einer starken Erkältung lediglich über 100m Rücken an den Start gegangen war, bekam von Madsen einen "Freifahrtschein"über die doppelte Distanz. Über 50m Rücken, wo Meeuw im Vorjahr in Budapest seinen ersten EM-Titel gewann, sind aber Weltrekordler Thomas Rupprath (Rostock) sowie der Wuppertaler Steffen Driesen als DSV-Starter gesetzt.

Bereits unmittelbar nach der WM-Qualifikation in Hannover war Madsen von der strengen Auslegung der Normen abgewichen. Sowohl Titelverteidiger Mark Warnecke (Essen) über 50m Brust als auch die Olympia-Dritte und Vize-Weltmeisterin Anne Poleska (Krefeld) bekamen das WM-Ticket, obwohl sie die Richtzeiten knapp verfehlt hatten.

© SID

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