Schwimmen WM
Thiel: Biedermann und Co. "reichlich kontrolliert"

DSV-Präsidentin Christa Thiel wehrt sich vehement gegen Doping-Verdächtigungen deutscher Schwimmer: "Ich kann nur betonen, dass reichlich Trainingskontrollen vorgenommen werden."

DSV-Präsidentin Christa Thiel hat die Kritik an den angeblich ungenügenden Doping-Kontrollen für die deutschen Schwimmer zurückgewiesen. "Ich kann nur betonen, dass in Deutschland reichlich Trainingskontrollen vorgenommen werden. Und auch die Blutkontrollen sind nicht zu knapp. Das gilt insbesondere für unsere Leistungsträger wie Britta Steffen und Paul Biedermann", sagte Thiel dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Rande der WM in Rom.

Kein Verständnis zeigt Thiel für die Anfeindungen aus den USA wegen angeblich dopingbelasteter DSV-Trainer mit DDR-Vergangenheit. "Paul Biedermann hat ja gar keinen alten DDR-Trainer. Und Norbert Warnatzsch als Trainer von Britta Steffen ist von uns und dem Deutschen Olympischen Sportbund überprüft und für nicht belastet befunden worden", sagte Thiel: "Den Amis fällt nichts anderes ein, weil ihr Herr Phelps geschlagen wurde. Das ist kein faires Verhalten."

Der Weltverband Fina steht in der Kritik, die Kontrollen zu vernachlässigen. Nach Recherchen der ARD sei kein einziger Bluttest durchgeführt worden, und auch bei der WM sei keiner geplant. Viele unerlaubte Substanzen sind aber nur durch Blutproben nachweisbar, etwa Wachstumshormone.

"Natürlich haben wir Trainingskontrollen, sie sind unsere wirksamste Waffe gegen Doping", hatte sich Fina-Generaldirektor Cornel Marculescu gegen die Vorwürfe zur Wehr gesetzt. Allerdings nahm er zum Thema Blutkontrollen keine Stellung.

Biedermann selbst geht mit dem Thema Doping offensiv um. "Es ist richtig, dass diese Fragen gestellt werden, und ich beantworte sie auch: Ich habe nie gedopt und werde nie dopen", stellte der 22-Jährige aus Halle/Saale fest und wehrte sich gegen pauschale Verdächtigungen: "Mit solchen Anschuldigungen kann man viel zerstören."

© SID

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