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Schwimmer Mark Warnecke will in Peking starten

Der Schwimmweltmeister über 50m Brust Mark Warnecke will auch bei den Olympischen Spielen 2006 in Peking ähnlich erfolgreich abschneiden, wie bei der WM in Montreal. Als Rennfahrer ist Warnecke hingegen zurückgetreten.

Der deutsche Schwimmer Mark Warnecke hat nach dem Erfolg bei der WM in Montrel Blut geleckt und will sich mit einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2006 in Peking einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde sicher. Eine Woche nach dem überraschenden WM-Gold in Montreal über 50m Brust wies der 35 Jahre alte Arzt alle Rücktritts-Gerüchte zurück und kündigte stattdessen einen Start bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking an. "Ein Karriereende ist noch nicht in Sicht. Wer auf meine Kapitulation gehofft hat, der muss sich in Geduld üben. Ich halte es wie Michael Schumacher in der Formel 1, der legt sich auch nicht fest", sagte Warnecke auf einer Pressekonferenz in Stuttgart.

Start in 4x50m Staffel geplant

Nach seinem kaum für möglich gehaltenen Erfolg bei der WM in Montreal will der älteste Weltmeister aller Zeiten offenbar noch einmal ganz groß angreifen. Zunächst hofft Warnecke im Winter auf ein erfolgreiches Abschneiden in der Kurzbahnsaison, anschließend plant der "Schwimm-Opa" auch mit Blick auf Peking 2008 den Angriff auf die 4x50 m Freistilstaffel. "Meine Ansage dazu löst im Team schon arges Zittern aus", meinte Warnecke, dessen Selbestwusstsein nach dem WM-Titels offenbar in ungeahnte Höhen geschnellt ist.

Mehr Profitum im Schwimmen gefordert

Kritik übte Warnecke unterdessen am Fördersystem des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). Insbesondere Australier und US-Amerikaner, aber auch die Chinesen würden finanziell viel besser unterstützt als die deutschen "Schwimm-Amateure".

"Schwimmer sind in Deutschland Amateure, was das Finanzielle angeht. In den USA und Australien sind sie dagegen Profis. Deshalb dürfen wir auch nicht über die Medaillenausbeute jammern", sagte Warnecke, der die Kritik von Teamkollegin Antje Buschschulte, die sich nach eigener Aussage im DSV gemobbt fühlt, allerdings als unrühmliche PR-Maßnahme betrachtet: "Die Kritik von ihr ist fremdgesteuert."

Kein Start mehr in der DTM

Einen Rücktritt gab Warnecke am Freitag im Stuttgarter Lokal "Amici" dennoch bekannt. Der rasende Schwimmer wird am Sonntag im Porsche Carrera Cup auf dem Nürburgring sein letztes Rennen im Rahmen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) fahren und anschließend den Helm an den Nagel hängen.

Warneckes volle Konzentration neben dem Schwimmen gilt weiter der Vermarktung seiner "Wunder-Diät", mit deren Hilfe er in einem halben Jahr rund 18 Kilogramm abgespeckt hatte. "Es gibt unheimlich viele Anfragen aus anderen Nationen. Es haut mich immer noch total um, was das ausgelöst hat", meinte der Mediziner.

© SID

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