Sechs Golfanlagen gibt es in der Wüste
Golf am Golf

Was kommt dabei heraus, wenn man einem der erfolgreichsten europäischen Golfer aller Zeiten einen Stift und ein Blatt Papier in die Hand drückt mit dem Auftrag: "Zeichne uns einen Traum von einem Golfplatz, Geld und Größe spielen keine Rolle!"?

Wer es wissen will, muss an den südwestlichen Stadtrand von Dubai fahren. Dort liegt sie, eine Oase des Luxus mit 14 künstlichen Seen, 72 Bunkern; das fast rundherum von Wasser umgebene Grün am 13. Loch ist mit über 5 400 Quadratmetern neunmal so groß wie üblich. Entworfen hat sie Colin Montgomerie, einer der besten europäischen Golfer aller Zeiten. Im Auftrag der wohlhabenden Investoren durfte der Brite sich mit dem Architekten Desmond Muirhead austoben. "Die Eröffnung von The Montgomerie war ein sehr stolzer Moment für mich persönlich. Ich fühle mich deshalb in den Arabischen Emiraten sehr heimisch", sagt Montgomerie. Die Fachwelt schwärmt von seinem Platz: "Aladin hat in Dubai seine Wunderlampe angezündet und einen golferischen Traum wahrgemacht", sagt Holmar Knörzer, Chefredakteur des "Albrecht Golf Reiseführers".

Insgesamt sechs Golfanlagen hat das Emirat in die Wüste gebaut. Das Paket aus erstklassigen Hotels, herausfordernden Golfplätzen und 360 Sonnentagen im Jahr lockt Golfreisende aus der ganzen Welt: Künstliche Seen, Palmen und üppiges Grün inmitten einer kargen Sand- und Steinwüste und das vielerorts angrenzende smaragdgrüne Meer üben eine besondere Faszination aus. "Dubais Golfanlagen gehören zu den Top-Plätzen der Welt", urteilt Andreas Klimm vom Deutschen Zentralverbund Golfreisen. Gleichzeitig haben die Erbauer aber auch natürliche Gegebenheiten in der Konstruktion berücksichtigt: Dünen, der wellige Wüstenboden, bizarre Felsformationen, Salzwasserseen und ausgetrocknete Wadis wurden in das Platzdesign integriert.

Fast wirkt es, als lebten die Erbauer an den Golfplätzen einen kindlichen Spieltrieb aus: Hier zählt nur das satteste Grün, die üppigste Blütenpracht und das monumentalste Clubhaus in Form von Beduinenzelten oder Segeln einer Dhau. Bei allem Luxus: Sehr feiner Sand in den Bunkern und wechselnde Winde aus der Wüste oder vom Meer machen die Plätze zu einer sportlichen Herausforderung. Der Gigantismus hat Methode: In ungefähr zehn Jahren werden die Ölquellen Dubais versiegen, der Tourismus und die Ansiedlung vermögender Privatiers spielen in den Zukunftsplanungen eine wichtige Rolle - und von denen spielen immer mehr Golf.

Dubais bekanntester Kurs, der Dubai Creek Yacht & Golf Club, liegt direkt in der Innenstadt. Obwohl die Skyline der Stadt und der benachbarte Yachthafen sowie der "Creek" genannte Flussarm eine imposante Kulisse bieten, stören sich viele Golfer an der stets hörbaren urbanen Geräuschkulisse. Dafür bietet das noble Clubhaus am Abend einen herrlichen Blick über die Innenstadt und den Creek. 3,5 Millionen Liter Wasser pro Tag - der Inhalt von 30 000 Badewannen - sorgen dafür, dass hier das Grün auch grün bleibt. Mit 470 Litern pro Kopf und Tag hat der Wüstenstaat Dubai den höchsten Wasserverbrauch der Welt.

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