Segeln America's Cup
Alinghi-Crew nimmt Formen an

Noch ist die Crewliste der Alinghi zwar ein Geheimnis, das Gerüst für das Cup-Finale steht aber bereits. Steuern wird wohl der US-Amerikaner Ed Baird, daneben setzt der Titelverteidiger ausgerechnet auf Neuseeländer.

Es ist die spannendste Frage des Americas's Cup, doch auch wenige Tage vor dem ersten Rennen ist die Antwort noch immer offen: Wer steht im Finale gegen Neuseeland (ab Samstag, 15 Uhr) am Steuer von Titelverteidiger Alinghi? Erst 24 Stunden vor dem Auftakt geben die Schweizer ihre Crewliste bekannt. Die ersten Namen zeichnen sich aber bereits ab.

So deutet bei der Frage nach dem Steuermann alles auf Ed Baird hin. Der US-Amerikaner übernahm bei den jüngsten Trainingsrennen gegen die Luna Rossa und Desafio Espanol das Kommando und segelte auch in den internen Duellen stets an der Seite des gesetzten Taktikers Brad Butterworth. Peter Holmberg und dem Penzberger Jochen Schümann bliebe nur die Rolle der Ersatzmänner.

Mit Neuseeländern gegen Neuseeland

Einen Platz in der Stammformation dürfte auch Großsegel-Trimmer Warwick Fleury aus Neuseeland sicher haben. Gleiches gilt für seine Landsmänner Simon Daubney (Genua-Trimmer), Dean Phipps (Pitmann) und Murray Jones (Stratege).

Diesen "harten Kern" hatte der inzwischen ausgeschiedene Skipper Russell Coutts vor sieben Jahren überzeugt, seinem Vorbild zu folgen und vom Team New Zealand zur Alinghi zu wechseln. Drei America's-Cup-Triumphe und sogar 15 gewonnene Finalrennen in Serie gehen auf das Konto dieser Gruppe.

Ebenfalls in der 17-köpfigen Crew wird sich wohl Francesco Rapetti wiederfinden. Der Mastmann ist der einzige Italiener, der je den Cup gewann und bekleidet zudem als Boat Captain eine zentrale Rolle an Bord der Alinghi. Auch seine Landsmänner Nicola Celon und Lorenzo Mazza rechnen sich gute Chancen aus.

Schümann: "Wir haben viele gute Segler"

Darüber hinaus finden sich aber noch einige Fragezeichen in der Aufstellung des Champions. Die Entscheidung über einen Einsatz liegt nicht zuletzt bei Sportdirektor Jochen Schümann. "Wir haben viele gute Segler, die auf ihren Positionen gleich stark sind. Hier wollen wir bewusst den motivierenden Aspekt beibehalten, in dem bis zum Schluss nicht klar ist, wer im Cup segeln darf", begründet der dreifache Olympiasieger das anhaltende Spiel auf Zeit.

Keine Überraschung wird es dagegen bei Gegner Emirates Team New Zealand geben. Die "Kiwis" setzen wohl auf die 17 Segler, die schon das Halbfinale gegen die italienische Luna Rossa souverän 5:0 gewannen.

© SID

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