Segeln America's Cup
Alinghi hofft auf Annäherung

Im Streit mit dem US-Team BMW Oracle Racing ist Titelverteidiger Alinghi einen Schritt auf den Kontrahenten zugegangen. "Wir möchten Oracle beim nächsten Cup dabei haben", erklärte Skipper Brad Butterworth.

Nach langem Schweigen hat sich Titelverteidiger Alinghi in der Auseinandersetzung um die America's-Cup-Zukunft zu Wort gemeldet. Die Schweizer bezeichneten den anstehenden Rechtsstreit mit dem US-Team BMW Oracle Racing zwar weiter als "juristisches Scharmützel", gingen aber gleichzeitig einen Schritt auf den Kontrahenten zu. "Wir möchten Oracle beim nächsten Cup dabei haben", bekräftigte Skipper Brad Butterworth.

Zudem sei das US-Team willkommen, "die neue Bootsklasse mitzugestalten und an den Regeln mitzuarbeiten". In einer fast zeitgleich veröffentlichten Erklärung zeigten sich die Amerikaner jedoch unnachgiebig und bekräftigen ihre Vorwürfe. "Der Gang vor Gericht scheint der einzige Weg zu sein, das Protokoll beeinflussen zu können", heißt es darin.

Erste Anhörung am Montag

Der Heimat-Yachtklub des US-Syndikats sieht unter anderem die Wahl von Desafio Espanol zum Challenger of Record und damit ersten Alinghi-Verhandlungspartner als nicht regelkonform an. Dem widersprach der Titelverteidiger: "Die Legitimität steht außer Frage", so Butterworth. Am kommenden Montag wird in dem Fall eine erste Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof in New York stattfinden. Bis dahin soll es aber weitere außergerichtliche Gespräche zwischen den zerstrittenen Parteien geben.

Sollte es bei der harten Linie bleiben und der Golden Gate Yacht Club vor Gericht gewinnen, droht ein vorgezogenes Duell der beiden Kontrahenten schon im nächsten Jahr. Angedacht ist ein Rennen mit Katamaranen, bei dem alle weiteren Herausforderer ausgeschlossen wären. Für die Alinghi ein unrealistisches Szenario: "Um im Juli 2008 über einen Hightech-Katamaran zu verfügen, hätten wir spätestens im April oder Mai mit der Entwicklung beginnen müssen", so Butterworth.

So weit wird es nach Ansicht von Alinghi-Rechtsberater Hamish Ross aber ohnehin nicht kommen. "Wir halten an unseren Plänen der Vorregatten für 2008 fest. Wir stoppen nichts, und auch der Gerichtshof wird nichts stoppen", gibt sich Ross siegessicher.

Valencia als Austragungsort ratifiziert

Neue Fakten gab es immerhin auch zu vermelden: So bestätigte das America's-Cup-Management (ACM), dass Valencia vom spanischen Minister-Rat angenommen wurde und damit nun offiziell von allen spanischen Behörden als Austragungsort für den 33. America's Cup ratifiziert worden ist. "Damit sind sämtliche vertraglichen Prozesse betreffend den Austragungsort für den Cup 2009 abgeschlossen", hieß es.

Darüberhinaus kündigte Butterworth an, die neuen Regeln zur Bootsklasse schon am 31. Oktober zu veröffentlichen. "18 Monate vor der ersten Vorregatta mit den neuen Booten und zwei Monate früher als anfänglich geplant", unterstrich der Alinghi-Skipper.

© SID

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