Segeln America's Cup
Alinghi plant Revolution des America's Cup

Titelverteidiger Alinghi hat sich überraschend für eine gründliche Modernisierung des America's Cup ausgesprochen. Sollte dies nicht gelingen, werden wohl nur zwei Teams bei der 33. Auflage an den Start gehen.

Nach langem Schweigen hat sich Titelverteidiger Alinghi im Streit um die Zukunft des America's Cup zu Wort gemeldet. Syndikatschef Ernesto Bertarelli legte dabei einen revolutionären Plan vor: Nach Ansicht des Multi-Milliardärs benötige der 156 Jahre alte Wettbewerb eine gründliche Modernisierung. "Es ist meine Absicht, auf einen überarbeiteten America's Cup in Valencia hinzuarbeiten", teilte Bertarelli in einem offenen Brief mit.

So stellt der Schweizer die uralte Cup-Tradition in Frage, wonach der Titelverteidiger automatisch für das nächste Finalrennen qualifiziert ist. Auch der Zeitplan, die Austragungsorte und der Inhalt der Regeln sollten im Sinne einer Planungssicherheit künftig "mehrere Zyklen im Voraus" bekannt gegeben werden. Damit steht das 1 857 in New York verfasste Regelwerk vor der größten Modernisierung seiner Geschichte.

Positive Gespräche mit Oracle-Boss Ellison

Die Stiftungsurkunde verändern kann die Alinghi allerdings nur gemeinsam mit dem US-Team BMW Oracle Racing. Erste Gespräche mit Oracle-Boss Larry Ellison haben nach Angaben Bertarellis bereits stattgefunden. Dieser habe "den vorgeschlagenen Änderungen sehr positiv gegenübergestanden", heißt es in dem Brief weiter.

Sollte jedoch keine Einigung mit den Amerikanern erzielt werden, "werden wir die Herausforderung des Ggyc akzeptieren müssen". In diesem Fall würden die beiden Konkurrenten schon im kommenden Jahr an einem noch zu benennenden Ort und auf Katamaranen den Cup aussegeln. Alle übrigen Teams wären nur Zuschauer.

Der Alinghi-Boss betonte allerdings auch, den Cup nicht komplett auf den Kopf stellen zu wollen. "Man kann sagen, dass der 33. America's Cup alles andere als gut gestartet ist, und ich habe den Wunsch, das wieder in Ordnung zu bringen. Am schnellsten wäre dieses Ziel erreicht, wenn wir zusammenarbeiten würden, um die Deed of Gift zu überarbeiten und sie auf die heutigen Gegebenheiten anzupassen, ohne dabei das zu verlieren, was den America's Cup einzigartig macht."

© SID

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