Segeln America's Cup
Alinghi und Oracle läuft die Zeit davon

Mit einem neuen Vorschlag will die Alinghi doch noch für eine außergerichtliche Lösung im Rechtsstreit mit BMW Oracle Racing sorgen. Doch die Zeit wird knapp. In "zwei bis drei Wochen" wird das Urteil erwartet.

Einen Tag nach dem Treffen vor dem Obersten Gerichtshof in New York hat America's-Cup-Gewinner Alinghi erneut einen Versuch unternommen, im Streit mit dem US-Team BMW Oracle Racing eine außergerichtliche Lösung zu finden. "Wir haben Oracle einen Vorschlag unterbreitet. Jetzt warten wir auf eine Antwort", sagte Alinghis Rechtsvertreter Hamish Ross der Nachrichtenagentur AFP. Einzelheiten nannte Ross nicht, der Ball liege nun aber bei Oracle.

Den beiden Kontrahenten läuft unterdessen die Zeit davon: Bereits in "zwei bis drei Wochen" will Richter Herman Cahn ein Urteil sprechen. Damit droht mehr und mehr eine Verschiebung des für 2009 geplanten 33. America's Cup. "Das Zeitfenster wird immer kleiner", sagte auch Ross.

"Die Verspätung ist noch immer zu verkraften"

Michel Hodara, Chef des von der Alinghi eingesetzten AC-Management, bleibt dennoch optimistisch. "Wir haben das Handtuch noch nicht geschmissen. Die Verspätung ist noch immer zu verkraften", sagte der gebürtige Genfer. Allerdings gebe es bei allen Teams sehr wohl eine durch den Rechtsstreit verursachte Unsicherheit.

Dank des wachsenden Drucks scheint immerhin Bewegung in die Gespräche zwischen den Rivalen gekommen zu sein. Schon unmittelbar nach der 30-minütigen Verhandlung in New York zogen sich beide Parteien zu Verhandlungen zurück. Eine Sprecherin der Amerikaner bezeichnete die Gespräche einmal mehr als "konstruktiv": "Wir hoffen, dass sie weitergeführt werden."

Streit um spanischen Yachtklub spielt Schlüsselrolle

Zur entscheidenden Frage hat sich in New York der Streit um den "Challenger of record" entwickelt - dem Team, das als erster Herausforderer das Recht hat, mit dem Cup-Verteidiger zusammen im Namen der anderen Teilnehmer die Regeln zu bestimmen. Die Alinghi wählte hierzu die spanische Desafio Espanol, vertreten durch den neu gegründeten Club Nautico Espanol de Vela (Cnev).

BMW Oracle Racing zweifelt an der Rechtmäßigkeit des Cnev: Laut der Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1 887 muss der gewählte Yachtklub jährlich eine Regatta organisieren. Bisher haben die Spanier nur zwei kleine Wettfahrten im vergangenen Herbst ausgerichtet, die erste große Regatta soll im November vor Valencia stattfinden. Ob damit die geforderten Voraussetzungen erfüllt sind, muss nun der Oberste Gerichtshof klären.

© SID

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