Segeln America's Cup
Alinghi und Orcle bleiben auf Konfrontationskurs

Ein Ende im Streit zwischen Alinghi und Oracle um das neue Protokoll scheint mehr denn je außer Reichweite. Sogar ein Stopp sämtlicher Cup-Vorbereitungen per einstweiliger Verfügung ist nicht ausgeschlossen.

Einen Augenblick lang sah es so aus, als ob der Streit der reichen Männer bald zu den Akten gelegt werden kann. Ernesto Bertarelli, Chef von America's-Cup-Gewinner Alinghi, wünschte sich eine "schnelle Lösung", sein amerikanischer Widersacher Larry Ellison (BMW Oracle Racing) sprach davon, dass "niemand vor Gericht gehen" wolle. Doch ein baldiges Ende des Disputs scheint mehr denn ja außer Sichtweite.

Stopp per einstweiliger Verfügung?

Beobachter befürchten gar, dass die Auseinandersetzungen um das neue Protokoll erst richtig begonnen haben. Die neuseeländische Zeitung New Zealand Herald berichtet von Oracle-Plänen, noch in dieser Woche sämtliche Vorbereitungen für den 33. America's Cup per einstweiliger Verfügung stoppen zu lassen. Und mehr noch: Angeblich arbeitet das US-Team bereits an einem 90 Fuß langen Katamaran.

Der würde nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Klage gegen Alinghi vor einem New Yorker Gericht Erfolg hat. In diesem Fall erhielten die Amerikaner das Recht zu einem Exklusivmatch, das bereits 2008 stattfinden würde - gesegelt auf Katamaranen. Offensichtlich ist Oracle sich seiner Sache sicher. So weit will es Bertatelli nicht kommen lassen. Ein Telefonat mir Ellison endete jedoch ohne Ergebnis.

Denn der US-Milliardär bleibt vorerst hart. "Im Moment denken wir nicht, dass irgendein Team eine Chance haben wird, Alinghi zu besiegen. Warum sollten wir unter diesen Regeln segeln?", argumentiert Ellison. "Sie haben es auf dem Wasser zweimal nicht geschafft, uns zu schlagen. jetzt versuchen sie es vor Gericht", kontert Bertarelli: "Larry Ellison repräsentiert nicht den Cup, sondern sich selbst.". Die Fronten scheinen verhärtet.

Gespaltene Herausforderer

Ein weiterer Nachteil: Auch die übrigen Teams werden so in zwei Lager gespalten. Auf der einen Seite stehen die Mannschaften, die sich mit dem Alinghi-Protokoll arrangiert haben und bereits als Herausforderer akzeptiert sind. Auf der anderen Seite befinden sich die Teams, die durch ihr Zögern Druck ausüben und eine schnelle Lösung erzwingen wollen. Keine idealen Voraussetzungen.

Vier Herausforderungen hat die Alinghi bisher offiziell akzeptiert. Nur eine Anfrage blieb unbeantwortet. Die von Larry Ellison.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%