Segeln America's Cup
America's Cup 2009 steht auf der Kippe

Ein Ende im Streit zwischen Titelverteidiger Alinghi und Herausforderer BMW Oralce Racing ist nicht abzusehen. Für den 33. America's Cup in Valencia 2009 könnte das Konsequenzen haben - eine Verschiebung droht.

Die geplante Durchführung des 33. America's Cup 2009 vor der Küste Valenicas ist in weite Ferne gerückt. Grund dafür ist der Streit um die Statuten zwischen dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi und dem US-Syndikat BMW Oracle Racing, der nun zu eskalieren droht. In der Nacht zum Samstag lehnten zunächst die Eidgenossen ein Angebot zur Einigung des die Amerikaner vertretenden Golden Gate Yacht Clubs (Ggyc) ab. Die Schweizer hatten ihren Rivalen aufgefordert, die vor dem Obersten Gerichtshof von New York angestrengte Klage gegen die Statuten des 33. Cups fallenzulassen.

Nach dem neuerlichen Scheitern einer außergerichtlichen Einigung liegt die Zukunft der Veranstaltung weiter in den Händen von Richter Herman Cahn, der die Parteien im vergangenen Monat erstmals angehört und damals eine Entscheidung für die kommenden Wochen angekündigt hatte. Allerdings wird die Zeit für die Cup-Organisatoren zunehmend knapper: Schon im Sommer kommenden Jahres sollen die ersten Vorregatten ausgetragen werden.

"Verschiebung würde unserem Sport erheblich schaden"

Eine Verschiebung der Rennen wäre auch für das ambitionierte Team Germany um den neuverpflichteten dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann ein schwerer Rückschlag. "Eine Verschiebung würde unserem Sport erheblich schaden", sagte der Penzberger: "Die Regeln sind da, und sie sind gut. Eigentlich gibt es keinen Grund mehr, vor Gericht zu sitzen. Wir alle wollen 2009 segeln."

Doch die Zeichen stehen nach den letzten Entwicklungen nicht auf Einigung zwischen den beiden Streitparteien. Russell Coutts, der 2004 im Unfrieden von Alinghi schied und inzwischen für BMW Oracle Racing segelt, fuhr sogar noch einmal schwerere Geschütze auf: "Dass Alinghi unseren Vorschlag abgelehnt hat, ist eine Schande und kann nur als Anzeichen interpretiert werden, dass sie schon seit längerem einen Punkt erreicht haben, wo sie das Event nicht mehr wie geplant durchführen wollen."

Die Amerikaner hatten in ihrem von den Herausforderern Team New Zealand, Teamorigin (Großbritannien) und Team Shosholoza (Südafrika) unterstützten Angebot unter anderem auf die zuletzt von ihnen geforderte Einführung von Zwei-Boot-Kampagnen verzichtet.

© SID

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