Segeln America's Cup
America's Cup droht Verschiebung bis 2011

Eine Verschiebung des 33. America's Cup auf 2010 oder gar 2011 scheint nach der Eskalation im Streit zwischen Alinghi und Oracle unausweichlich. Das deutsche Team hat die Hoffnung allerdings noch nicht aufgegeben.

Nach der Eskalation im Streit um die Zukunft des America's Cup wird eine Verschiebung des für 2009 geplanten Events immer wahrscheinlicher. Die rettende außergerichtliche Lösung scheint endgültig außer Reichweite, damit liegt die Entscheidung in den Händen des Obersten Gerichtshofes in New York. Doch egal wie Richter Hamish Ross entscheidet: Eine Verzögerung ist wohl unausweichlich.

"Wenn wir gewinnen, wird Oracle in Berufung gehen", glaubt Alinghi-Skipper Brad Butterworth: "Das Ganze wird dann ein Jahr dauern". Da 2010 bereits die Fußball-WM in Südafrika stattfindet und die Organisatoren ein geringeres Medieninteresse befürchten, droht dem America's Cup in diesem Fall sogar eine Verschiebung bis 2011.

Bei einer Entscheidung zu Gunsten der Amerikaner sähe das weitere Szenario sogar noch komplizierter aus. "Ich glaube nicht, dass wir in Berufung gehen würden", kündigte Butterworth gegenüber einem neuseeländischen Radiosender überraschend an. Dann würden sich die beiden Rivalen im Sommer 2008 auf Katamaranen ein "Privat-Duell" liefern, die übrigen Herausforderer wären zum Zuschauen verdammt und dürften erst ein Jahr später gegen den neuen Sieger segeln.

Fronten endgültig verhärtet

Zu der Eskalation war es am Wochenende gekommen, nachdem die Schweizer das US-Team zu einer klaren Aussage bezüglich ihrer Absichten aufgefordert hatten. BMW Oracle Racing antwortete mit einem Vergleichsangebot. Darin ließen die Amerikaner unter anderem die Forderung nach einem Zwei-Boot-Testprogramm fallen, die Alinghi zuletzt stark kritisiert hatte. Dieses Angebot wiesen die Schweizer jedoch nur wenige Stunden später zurück.

Unterzeichnet worden war das Angebot auch von den Herausforderern Emirates Team New Zealand, Teamorigin und Team Shosholoza. Das United Internet Team Germany entschied sich gegen diesen Schritt, "weil dieser aus unserer Sicht nicht hilfreich ist den Event im Jahr 2009 in Valencia zu ermöglichen", hieß es ein einer Erklärung: "Diese aktuelle Eskalation ist völlig unverhältnismäßig".

"Wir setzen auf die Vernunft beider Parteien"

Die Hoffnung auf eine Durchführung des America's Cup im Jahr 2009 hat das deutsche Team aber trotz des unmittelbar bevorstehenden Urteils aus New York noch nicht aufgegeben. "Wir setzen noch immer auf die Vernunft beider Parteien die Streitigkeiten nun endlich beizulegen, um die Erfolgsgeschichte des bedeutendsten Segelevents der Welt weiterzuschreiben", ließ das Team verlauten.

Ähnlich äußerte sich das neue britische Syndikat Teamorigin. "Im Moment ist es für alle Herausforderer einfach nur traurig und frustrierend", sagte Teamchef Mike Sanderson der Sunday Times: "Uns gehen langsam die Ideen aus, aber wir müssen uns neu organisieren. Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Vernunft siegen wird."

© SID

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