Segeln America's Cup
Anhörung in New York soll Fragen beantworten

Im Streit zwischen Alinghi und BMW Oracle Racing steht die nächste Anhörung an. Spannend wird die Frage, ob der Oberste Gerichtshof von New York einen Zeitpunkt für das erwartete "Privat-Duell" der Kontrahenten festlegt.

Fast ein halbes Jahr zieht sich der Rechtsstreit zwischen America's-Cup-Gewinner Alinghi und Herausforderer BMW Oracle Racing inzwischen hin. Ein Ende aber ist nicht in Sicht. Auch die Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof von New York am 14. Januar wird daran vorerst nichts ändern.

Angekündigt ist eine schriftliche Begründung zum Urteil vom 27. November, in dem Richter Herman Cahn die Amerikaner zum neuen Vertreter der Herausforderer-Teams erklärt hatte. Inzwischen haben die Anwälte der Alinghi jedoch Einspruch eingelegt - wohl auch, um Zeit zu gewinnen. Denn das "Privat-Duell" ist wohl unausweichlich. Das Problem der Schweizer: Oracle scheint deutlich besser vorbereitet.

Das sieht selbst Alinghi-Designer Tom Schnackenberg so. Der Neuseeländer glaubt sogar, dass die Amerikaner "schon Monate, vielleicht Jahre" an einem Katamaran arbeiten: "Sie haben so etwas sicher schon länger in Betracht gezogen und nun einen großen Vorsprung", wird der Design-Guru auf der Alinghi-Webseite zitiert.

Juli? Oktober? Erst 2009?

Spannend ist daher die Frage, ob das Gericht am 14. Januar einen genauen Zeitpunkt für das Katamaran-Duell festlegen wird. Möglich ist ein Termin zwischen Juli und Oktober 2008 - je nachdem, wann nach Ansicht von Cahn die festgelegte Zehn-Monats-Frist angelaufen ist. Aber: Alinghi-Designer Rolf Vrolijk ließ gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP bereits durchblicken, dass den Schweizern 2009 wesentlich lieber wäre. Die Alinghi-Advokaten werden vielleicht noch noch nicht alle Trümpfe ausgespielt haben.

Wie lange auch immer der Rechtsstreit noch dauern wird, eines scheint gewiss: Der 33. America's Cup wird irgendwo auf dem Mittelmeer auf riesigen, rasanten Mehrrümpfern ausgetragen. Maximal drei Rennen wird es geben, nach nur einer Woche ist der Spuk schon wieder vorbei. Wohl 2011 dürften dann auch die anderen Teams wieder mitmischen. Das käme einer Pause von vier Jahren gleich. Es gab schon längere Wartezeiten in der Geschichte des America's Cup.

© SID

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