Segeln America´s Cup
Desafio Espanol distanziert Team Germany

Die Desafio Espanol war für die GER 89 eine Nummer zu groß. Bei der Herausforderer-Runde für den 32. America´s Cup kam das United Internet Team Germany 1:08 Minuten nach dem spanischen Syndikat ins Ziel.

Auch gegen das spanische Syndikat gab es für das United Internet Team Germany bei der Herausforderer-Runde für den 32. America´s Cup nichts zu holen. In Valencia musste sich Skipper Jesper Bank (Dänemark) mit seiner Crew der Desafio Espanol deutlich geschlagen geben. Der erste deutsche Teilnehmer in der 156-jährigen Veranstaltungsgeschichte kam am Sonntag mit einem Rückstand von 1:08 Minuten ins Ziel und kassierte damit seine 16. Niederlage. Am Samstag war die GER 89 vom Team New Zealand um 2:07 Minuten distanziert worden.

"Wir haben hier harte Zeiten durchgemacht"

Nach den zwei Niederlagen vom Wochenende will sich das deutsche Segel-Syndikat zumindest mit einem weiteren Erfolgserlebnis aus Valencia verabschieden. "Noch ein Sieg wäre ein versöhnlicher Abschluss und für die Moral der Mannschaft sehr wichtig", sagte Syndikats-Chef Michael Scheeren dem sid: "Wir haben hier harte Zeiten durchgemacht."

Der ohnehin für illusorisch gehaltene Halbfinaleinzug war schon eine Woche vor Abschluss der Wettfahrtserie nicht mehr möglich. Auch der angestrebte achte Rang ist rechnerisch außer Reichweite. "Man muss ganz klar sagen, dass wir unsere Ziele verfehlt haben", erklärte Scheeren, der sich am kommenden Donnerstag offiziell zur geplanten deutschen Folgekampagne äußern will: "Wir müssen uns mit den Ergebnissen abfinden, auch wenn wir natürlich unzufrieden sind."

Letzte Gegner heißen Areva Challenge und +39-Challenge

Nun bleibt allein die Hoffnung, dass nach einem segelfreien Tag am Montag doch noch einmal für Erfolgserlebnisse gesorgt werden kann. Gegen die Areva Challenge aus Frankreich am Dienstag und die +39-Challenge (Italien) am Mittwoch sollen Siege her. "Wir glauben daran, dass wir beide Rennen für uns entscheiden können", meinte Scheeren.

Am 27. April waren allerdings selbst die beiden vermeintlich auf Augenhöhe befindlichen Gegner schon einmal eine Nummer zu groß. "Damals hatten wir unseren schwarzen Freitag. Wir werden zeigen, dass wir mithalten können", versprach Scheeren, dessen Mannschaft bisher nur gegen das der Konkurrenz hoffnungslos unterlegene Team China gewann.

BMW Oracle, Luna Rossa und Team New Zealand durch

An der Spitze des Feldes qualifizierten sich am Wochenende derweil die ersten drei Mannschaften vorzeitig für das Halbfinale. Für die US-Kampagne BMW Oracle Racing, die italienische Luna Rossa und das Team New Zealand geht es nun nur noch darum, sich den ersten Platz der Gesamtwertung zu sichern. Das nach der Vorrunde führende Syndikat hat den Vorteil, sich seinen Halbfinal-Gegner am kommenden Donnerstag aussuchen zu können. Die spanische Desafio Espanol kann sich mit einem weiteren Sieg am Montag gegen die schwedische Victory Challenge (14.15 Uhr) ebenfalls vorzeitig den letzten Halbfinalplatz sichern.

"Es zählt weiterhin jeder Punkt. Wir werden jedes noch ausstehende Rennen ernst nehmen", kündigte Vorschiffsmann Tony Kolb (München) an, der bei BMW Oracle allerdings erst zweimal zum Einsatz kam: "Wir wollen den ersten Platz erobern. Das würde einen enormen psychologischen Vorteil mit sich bringen."

Die Vorschlussrunde in Valencia beginnt am 14. Mai. Der Sieger des anschließenden Herausforderer-Finals darf ab dem 23. Juni den Schweizer Titelverteidiger Alinghi um Sportdirektor Jochen Schümann aus Penzberg zum Duell um den 32. America´s Cup fordern.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%