Segeln America´s Cup
Deutsches Segel-Syndikat segelt weiter hinterher

Das United Internet Team Germany wartet bei den zehnten Vorbereitungsregatten für den 32. America´s Cup weiter auf den zweiten Sieg. Am Sonntag musste sich die Crew Titelverteidiger Alinghi geschlagen geben.

Das United Internet Team Germany hat immer noch nicht richtig Fahrt aufgenommen. Das deutsche Segel-Syndikat hat bei den zehnten Vorbereitungsrennen (Act 10) für den 32. America´s Cup 2007 vor Valencia ein enttäuschendes Wochenende erlebt. Nach den beiden Niederlagen am Samstag gegen die schwedische Victory Challenge und die Luna Rossa aus Italien, war am Sonntag erwartungsgemäß auch der Schweizer Titelverteidiger Alinghi zu stark für den ersten deutschen Teilnehmer in der 155-jährigen Geschichte der Veranstaltung.

"Vielleicht müssen wir in den nächsten Rennen noch mehr riskieren", hatte der dänische Skipper Jesper Bank, der mit seiner Mannschaft nun einen Sieg und sechs Niederlagen auf dem Konto hat und in der Gesamtwertung auf Rang zehn liegt, nach den Schlappen vom Samstag gesagt. Auch wenn diese Taktik gegen die Alinghi nicht zur Sensation reichte, zeigte sich Bank mit der Leistung seines Teams am Sonntag einverstanden: "Grundsätzlich bin ich mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden."

Zweite Sonntagsregatten mussten abgesagt werden

Vor dem Duell mussten beide Teams wegen zu wechselhafter Windverhältnisse rund zwei Stunden auf den Beginn der Wettfahrt warten. Die Eidgenossen, die gegen die Luna Rossa am Vortag ihre erste Schlappe beim Act zehn erlitten hatten, setzten gegen das United Internet Team Germany wieder auf den zuletzt zwei Tage pausierenden Sportdirektor Jochen Schümann (Penzberg). Die Verzögerung führte auch zur Absage der zweiten für Sonntag angesetzten Regatten. Die Deutschen hätten dort gegen die spanische Desafio Espanol antreten müssen. Die Rennen werden am Montag nachgeholt.

Unterdessen treibt das United Internet Team Germany seine Planungen für den Cup im kommenden Jahr weiter voran. Wohl noch bis zum Ende der Woche soll eine Entscheidung über den Bau einer zweiten neuen Yacht getroffen werden. "Wir wägen das Für und Wider ab und diskutieren, ob sich dieses Inverstment lohnen würde. Ich hoffe, die Entscheidung fällt noch während der derzeitigen Vorbereitungrennen. Das Boot müsste bis November fertig sein", erklärte Kampagnen-Chef Michael Scheeren im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). Die Testregatten in Valencia enden am kommenden Sonntag.

Team Germany verhandelt mit neuem Skipper

Auch bei der Suche nach einem zweiten Steuermann, der im Notfall für Bank einspringen könnte und die Qualität des vorhandenen Personals weiter erhöhen würde, ist man vorangekommen. "Wir befinden uns in konkreten Verhandlungen mit einem sehr erfahrenen Mann. Es könnte sein, dass wir noch vor Ende der momentanen Acts zum Abschluss kommen", meinte Scheeren.

In der Gesamtwertung der zehnten Vorbereitungsregatten führen weiterhin die Alinghi, die Luna Rossa, das Team New Zealand (Neusseland) sowie die US-Kampagne BMW Oracle Racing mit jeweils sechs Siegen. BMW Oracle, bei dem der Münchener Vorschiffsmann Tony Kolb am Sonntag erstmals zum Einsatz kam, hat nach ihrem wegen zu schwachen Winden abgebrochenen Rennen gegen die +39-Challenge am Samstag allerdings erst sechs Regatten hinter sich.

Am Montag steht für das Team Germany neben dem Vergleich mit der Desafio Espanol (14.00 Uhr) das Duell mit dem bisher sieglosen Team China (etwa 16.30 Uhr) auf dem Programm. Besonders im zweiten Rennen können sich Bank und seine Mannschaft durchaus Chancen ausrechnen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%