Segeln America's Cup
"Ein trauriger Tag für den America's Cup"

Nicht nur das United Internet Team Germany, auch die übrigen Mannschaften reagierten mit Enttäuschung auf die Verschiebung des America's Cup. "Das ist ein schlechter Tag für den Sport", sagte Keith Mills vom Teamorigin.

Mit Enttäuschung haben das United Internet Team Germany und viele weitere Mannschaften auf die Verschiebung des 33. America's Cup "auf unbestimmte Zeit" reagiert. "Das ist ein herber Rückschlag für den Cup", meinte der deutsche Teamchef Jochen Schümann: "Leider sind wir mit unseren Gesprächen erfolglos geblieben."

Titelverteidiger Alinghi, der als neuen Zeitpunkt "entweder 2010 oder 2011" in Betracht zieht, und Kontrahent BMW Oracle Racing wiesen derweil die Schuld von sich. Deutliche Kritik an den Schweizern kam vom neuen britischen Herausforderer Teamorigin.

Die Reaktionen auf die Absage im Überblick:

Michel Hodara (Direktor des America's Cup Management): "Die Verschiebung kommt ja nicht mehr aus heiterem Himmel. Nun müssen wir zurück ans Reißbrett und ein neues Projekt für die nächste Austragung erarbeiten."

Grant Simmer (Designchef der Alinghi): "Es ist für uns alle bei Alinghi eine große Enttäuschung, dass BMW Oracle entschieden hat, sich nicht unter den Bedingungen, die wir mit allen gemeldeten Mitbewerbern abgesprochen haben, für den Event anzumelden. Stattdessen blockieren und lähmen sie den Event weiterhin mit ihrer Rechtsklage."

Golden Gate Yacht Club (Vertreter von BMW Oracle): "Diese Entscheidung ist unglücklich und unnötig. Es gab viele Gelegenheiten, das neue Protokoll zu klären, ohne dass dieser Schritt notwendig gewesen wäre. Der Club hofft, dass es nach wie vor möglich ist, den Event in Valencia im ursprünglichen Zeitraum oder ohne zu große Verzögerung abzuhalten."

Mike Sanderson (Teamchef Teamorigin): "Vergangene Woche standen wir kurz vor einer Lösung, mit der beide Seiten hätten leben können. Leider haben die Strategien beider Parteien manchmal die Frage aufgeworfen, ob eine Lösung überhaupt gewollt war."

Sir Keith Mills (Syndikatschef Teamorigin): "Das ist ein trauriger Tag für den America's Cup und ein schlechter Tag für den Sport. Auseinandersetzungen wie diese sollten nicht vor Gericht geklärt werden. Die Ablehnung des amerikanischen Vergleichsangebotes vergangene Woche durch die Alinghi hat die letzten Chancen auf eine außergerichtliche Lösung zerstört."

Grant Dalton (Syndikatschef Team New Zealand): "Wir haben diesen Fall in unseren Planungen immer bedacht. Wir sind in der glücklichen Situation, auf starke Unterstützung durch unsere Sponsoren und unser Team bauen zu können. Das Team wird so weitermachen wie schon seit seiner Rückkehr nach Neuseeland im vergangenen Juli."

Pressemitteilung Desafio Espanol: "Wir nehmen diese Entscheidung hin und hoffen, dass diese Situation so schnell wie möglich im Sinne des Events und aller Teilnehmer gelöst werden kann."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%