Segeln America's Cup
Einigung zwischen Alinghi und BMW Oracle

Titelverteidiger Alinghi hat die Herausforderung des Segel-Syndikats BMW-Oracle-Racing für ein Duell um den America's Cup 2010 angenommen. Es soll auf Multirumpf-Yachten gesegelt werden.

Ein direktes Duell um den 33. America's Cup zwischen Titelverteidiger Alinghi und dem amerikanischen Segel-Syndikat BMW-Oracle-Racing wird immer wahrscheinlicher. Nach zweieinhalbstündigen Gesprächen am Donnerstag in Genf nahmen die Schweizer die Herausforderung des US-Teams für ein Duell 2010 auf Mehrrumpfbooten an und gaben nach dem verlorenen Rechtsstreit nun BMW-Oracles ursprünglichen Forderungen für den Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt statt.

"Wir wurden gezwungen, eine Mehrrumpf-Yacht zu bauen. Dies war die Entscheidung von BMW-Oracle, der wir nun nachkommen", sagte Alinghi-Skipper Brad Butterworth, dessen Team bei den juristischen Auseinandersetzungen um Modus und Regularien für den 33. Cup Anfang des Monats durch ein Urteil des New Yorker Berufungsgerichts den Kürzeren gezogen hatte.

Ob es tatsächlich zu dem direkten Vergleich der beiden Kampagnen kommen wird, bleibt abzuwarten. Sowohl Alinghi als auch BMW-Oracle erklärten, die Wettfahrten auch für weitere Mannschaften öffnen zu wollen. Das US-Team hatte zudem in Aussicht gestellt, den 33. Cup gemeinsam mit Alinghi zu planen und 2011 mit den bereits bei der 32. Auflage der Veranstaltung eingesetzten Yachten auszutragen. Alinghi ging auf diesen Vorschlag jedoch nicht ein.

Deutsche Starter scheinen fraglich

"Unser Vorschlag für einen konventionellen America's Cup mit Einrumpf-Booten wurde abgelehnt", ließ der BMW-Orcale vertretende Golden Gate Yacht Club (Ggyc) in einer Mitteilung verlautbaren und zeigte sich darüber "enttäuscht". Man werde nun weiter verhandeln und sei optimistisch, "so schnell wie möglich" aufs Wasser zurückzukehren.

Sollten sich die beiden Teams nicht darauf verständigen können, in welcher Form weitere Herausforderungen für den 33. Cup zugelassen werden, käme es 2010 zum direkten Mehrrumpfduell. Alinghi forderte BMW-Oracle allerdings bereits auf, möglichen Herausforderern mehr Zeit zur Vorbereitung einzuräumen. Ob ein deutsches Syndikat die nötigen finanziellen Mittel für einen Start aufbringen könnte, scheint derzeit fraglich.

Im Falle eines direkten Duells würde der Sieger im kommenden Jahr in Valencia wohl in einer "Best-of-three"-Serie ermittelt. BMW-Oracle hat seinen knapp 30 Meter langen Trimaran bereits im vergangenen August erstmals zu Wasser gelassen und dürfte damit einen Vorteil gegenüber den Schweizern haben, die wahrscheinlich erst in den kommenden Wochen erste Testfahrten mit einem neuen Boot vollziehen können.

© SID

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