Segeln America's Cup
Exotische Teams in den Startlöchern

Eine reine Frauen-Crew, eine zweite spanische Mannschaft, ein Team aus Australien: Die Gerüchteküche um neue Herausforderer für den 33. America's Cup brodelt.

Zwei Jahre vor dem 33. America's Cup nimmt das Teilnehmerfeld langsam Formen an: Vier Herausforderer hat die Alinghi akzeptiert, zahlreiche andere stehen in den Startlöchern. Der Großteil der Interessenten war bereits 2007 dabei - doch die Gerüchte um exotische Teams aus den verschiedensten Ländern halten sich hartnäckig.

Frauen-Team ganz in Pink?

Buntester Vogel in der Gerüchteküche ist wohl ein reines Frauen-Team namens "Fuxia Challenge", das mehrfach seine Ambitionen unterstrichen hat. Das ganz in Pink gehaltene Bootsdesign steht bereits fest, auch ein Internet-Auftritt ist vorhanden. Der Rest bleibt jedoch noch im Dunklen: Italienische Medien berichten von einem 48-Millionen-Euro-Budget und Genua als Heimathafen. Bis zur offiziellen Herausforderung ist es wohl noch ein weiter Weg.

Ebenfalls im Gespräch ist die erste Teilnahme einer Mannschaft aus behinderten Sportlern. Unter dem Motto "We can, you can" will das in Turin gegründete Projekt "ideaargo" an den Start gehen. Als Skipper wurde bereits der Brasilianer Lars Grael verpflichtet. Der zweifache olympische Medaillengewinner gilt noch immer als einer der besten Segler der Welt, obwohl er 1998 bei einem Regattaunfall ein Bein verloren hat.

Australien vor Comeback

Möglich scheint zudem, dass Australien auf die America's-Cup-Landkarte zurückkehrt. 1983 hatte das Land sensationell den Cup gewonnen, zuletzt aber zweimal in Folge nicht teilgenommen. Die Gespräche über ein Comeback sollen kurz vor dem Abschluss stehen, die Anmeldung am 26. September bekannt gegeben werden - exakt 24 Jahre nach dem Triumph der Australia II.

Einen Schritt weiter scheint bereits ein zweiter spanischer Teilnehmer. Segelstar Paul Cayard, zuletzt bei den Landsmännern der Desafio Espanol unter Vertrag, sowie der renommierte Designer Jaun Kouyoumdjian sollen bei dem noch namenlosen Projekt unterschrieben haben. Heimathafen wäre demnach Palma de Mallorca.

Neue Bootsklasse als hohe Hürde

Damit ist die lange Liste der Interessenten aber noch längst nicht am Ende. Auch aus Dubai, Malaysia, und selbst von den Bermuda-Inseln werden immer wieder Stimmen laut, die von einer Teilnahme am America's Cup träumen.

Alle neuen Teams haben allerdings ein großes Problem: Schon in zwei Jahren steigt der nächste Cup, der zu allem Überfluss in neuen Booten ausgetragen wird. Der Kauf einer gebrauchten Yacht ist somit keine Option - für viele Exoten wohl eine zu hohe Hürde.

© SID

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